Aufsichtsrat steht aber hinter ihm

Hoeneß: Mehrheit der Deutschen will ihn nicht als Präsident sehen

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Uli Hoeneß will wieder Präsident werden.

München - Uli Hoeneß wird im November wieder als Bayern-Präsident zur Wahl stehen. Doch auch ein zweites Amt wird er bekleiden: den Vorsitz im Aufsichtsrat. Das sagen die Unternehmen.

Lange ist spekuliert worden: Kommt Uli Hoeneß zurück, wenn ja, in welcher Funktion? Seit Anfang August steht nun fest: Er stellt sich im November bei der Jahreshauptversammlung zur Wahl. Doch er wird nicht nur als Bayern-Präsident zurückkehren, sondern auch den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen.

Und hier wird es kritisch: Kann ein Verurteilter eine solch repräsentative Position besetzen? Was sagen die Global Player wie Telekom, Audi, Adidas und Allianz dazu? Bis auf Telekom halten die anderen Firmen Anteile an der FC Bayern AG, alle vier sitzen im Aufsichtsrat.

Sie sehen bei einer Hoeneß-Rückkehr keine Image-Probleme. "Seine Expertise für die Aufgabe ist mit Blick auf seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit und große Verbundenheit mit dem Verein anerkannt", wird die Telekom im Focus zitiert.

Adidas und Allianz geben ihr Okay

Auch bei Adidas teilt man diese Meinung. "Es gibt keinen rechtlichen Grund, weshalb Uli Hoeneß nach seinem privaten Steuervergehen und der dafür verbüßten Strafe nicht wieder ein Amt beim FC Bayern ausüben darf", heißt es beim Sportartikel-Hersteller. Entscheidend sei, dass Hoeneß im Sinne des FC Bayern handelt und daran bestehe kein Zweifel.

Der dritte im Bunde, die Allianz, steht ebenfalls hinter der Entscheidung von Hoeneß. Der Versicherung seien "keine rechtlichen Gründe" bekannt, die gegen eine Rückkehr sprechen würden. Die Allianz betont, wie schon Adidas, dass die Expertise unbestritten sei.

Damit steht der endgültigen Reputation von Uli Hoeneß beim FC Bayern wohl nichts mehr im Wege. Allerdings lehnt die Mehrheit der Deutschen eine erneute Kandidatur von Hoeneß ab. 53 Prozent der Befragten stimmten dagegen, dass er wieder Präsident werden soll. Nur 33 Prozent finden die Entscheidung gut. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid, die das Focus-Magazin in Auftrag gegeben hatte. 

Reaktionen zur Hoeneß-Rückkehr: "Der Unverzichtbare"

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sap

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