Party ohne Paulas

Darum wird bei einer Meisterfeier am Samstag kein Bier fließen

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Jerome Boateng wird sich dieses Mal kein Bier von einer Paula holen können. Die gibt es erst nächste Woche.

München - Sollte - und davon ist auszugehen - der FC Bayern beim FC Ingolstadt gewinnen, steht der 26. Meistertitel fest. Warum es nur eine Meisterfeierchen geben wird.

Für den FC Bayern ist es der ehrlichste, für seine Verantwortlichen der wichtigste und für die Öffentlichkeit der erwartbarste Titel – die Deutsche Meisterschaft. In diesem Jahr ist es noch dazu eine historische, denn vier Mal in Folge hat noch kein Verein die Schale gewonnen. Dennoch wird die Party der Bayern am Samstag (15.30 Uhr, Sky) – ein Sieg beim Aufsteiger FC Ingolstadt vorausgesetzt – alles andere als üppig ausfallen. Das ebenso vermeidbare wie unverdiente CL-Aus am Dienstag gegen Atlético Madrid haben die Spieler immer noch in ihren Köpfen, wenn sie am Samstag im kleinsten Stadion der Liga antreten. Im Audi Sportpark sind offiziell nur 1580 FCB-Fans zugelassen. Königsklassen-Kater und kleine Party-Anhängerschaft – für die Bayern gibt’s nur eine Mini-Meisterfeier.

Kein Heimspiel, keine Südkurve und auch (noch) keine Paulas. In Ingolstadt ist Herrnbräu Exklusiv-Partner, das Bayern-Bier Paulaner wird weder verkauft, noch offiziell verschüttet. Im 15 800 Zuschauer fassenden Audi Sportpark gibt es im Erfolgsfall nur eine kleine Sause, groß gefeiert wird ohnehin erst nach dem letzten Spieltag daheim gegen Hannover. Dass die Roten sich die Schale bei fünf Punkten Vorsprung und der besseren Tordifferenz noch nehmen lassen, ist nahezu ausgeschlossen.

Lahm: "Wollen uns den Kick ersparen"

 „Natürlich ist es nicht einfach nach dem Spiel gegen Madrid. Aber wir müssen jetzt an das nächste Spiel denken, denn wir haben sehr viel gekämpft, um in diese Situation zu kommen“, erklärte Pep Guardiola. Und Philipp Lahm ergänzte: „Wir wollen uns den Kick ersparen, am letzten Spieltag noch einen Punkt holen oder gewinnen zu müssen.“

Kommende Woche dürfen sich die Fans dann auf die gewohnten Feierbilder freuen, Meisterschale und Weißbierduschen inklusive. Dennoch will Guardiola den Titel „so schnell wie möglich“ einfahren und mit den Fans feiern. Die sind übrigens geübt darin, dies in der Fremde zu tun. Acht ihrer letzten neun Meisterschaften machten die Münchner in der Fremde perfekt, nur in der letzten Saison war zuhause alles klar. Allerdings nicht in der Allianz Arena, sondern auf der heimischen Couch – da verfolgten die FCB-Stars im Vorjahr die 0:1-Niederlage des VfL Wolfsburg in Gladbach, die dem Rekordmeister Titel Nummer 25 bescherte.

Bilder: Hier bekommen die Bayern die Meisterschale!

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