Sammer erwartet "ein Duell auf Augenhöhe"

Auswärtstor als Ziel: Bayern bereit für die Juve-Hölle

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Das Juventus Stadium ist am Dienstag Abend ausverkauft, die Bayern sind nach dem 3:1 gegen Darmstadt für das Duell mit dem italienischen Meister gerüstet.

München - Es wird ernst für den FC Bayern! Am Montag Morgen findet bereits das Abschlusstraining statt, anschließend geht es zum Münchner Flughafen. Das Ziel: Turin!

Am Montag wird es ernst. Wenn die Belegschaft des FC Bayern mit Mannschaft, Trainer und Verantwortlichen an Bord um 14.45 Uhr Richtung Turin abhebt, ist die Vorbereitung auf das erste Highlight der Rückrunde schon in vollem Gange. Am Morgen findet an der Säbener Straße bereits das nicht-öffentliche Abschlusstraining der FCB-Stars statt, anschließend geht es zum Münchner Flughafen. Ihren Höhepunkt erreicht die Reise am Dienstag Abend, wenn der Rekordmeister im Hinspiel des CL-Achtelfinals bei Juventus Turin (20.45 Uhr, Sky) zu Gast ist. Das Juventus-Stadium ist seit Monaten ausverkauft, die Bayern sind bereit – ab in die Hölle!

So hat Stürmer Alvaro Morata die rund 40.000 Zuschauer fassende Arena betitelt, doch in Ehrfurcht erstarren die Bayern deshalb nicht. Während sich Ex-Bianconeri Arturo Vidal auf die Rückkehr in seine alte Heimat freut, erinnern sich seine Teamkollegen vor allem an das letzten Aufeinandertreffen 2013. „Wir kennen das Stadion, wir kennen die Atmosphäre. Das wird keine einfache Aufgabe“, meinte Manuel Neuer. Und Thomas Müller sagte: „Das Stadion ist super, die Stimmung auch. Ich persönlich habe nur gute Erinnerungen. Wir haben da 2:0 gewonnen.“

Bayerns Offensive rollt: Rummenigge wünscht sich Auswärtstor in Turin

Dass die Münchner zuversichtlich nach Italien reisen, hat aber auch noch andere Gründe. Da wäre zum einen das 3:1 am Samstag gegen Darmstadt, was in Fachkreisen gerne als gelungene Generalprobe bezeichnet wird. Ähnlich wie bei Juventus erkannte Matthias Sammer „Kompaktheit und schnelles Spiel nach vorne“ bei den Lilien – Eigenschaften, die die Bayern nicht ins Stolpern brachten. „Die Mannschaft hat das gut gemacht“, lobte Karl-Heinz Rummenigge nach dem vierten Sieg im fünften Rückrundenspiel. Zum anderen gibt es ein Sturmduo, das in Europa derzeit wohl seinesgleichen sucht. Thomas Müller traf doppelt (48., 71.), Robert Lewandowski einmal (84.). Alle zehn Tore in der Rückrunde gehen auf ihr Konto (Lewy 7, Müller 3). „Die beiden haben einen Lauf“, grinste Joshua Kimmich, während Rummenigge den beiden Torjägern gleich ihren Auftrag für die Partie am Dienstag mit auf den Weg gab. „Es wäre schön, wenn einer von beiden treffen würde“, so der Vorstandsvorsitzende der Roten. „Auswärtstore in der Champions League haben bekanntlich eine besondere Bedeutung.“

Müller und Lewandowski sind am Dienstag gesetzt, ebenso werden die geschonten Philipp Lahm, Xabi Alonso und Thiago in die Startelf zurückkehren. „Ich habe schon eine Idee für Turin“, ließ Trainer Pep Guardiola wissen – ohne dabei ins Detail zu gehen. Die Roten haben in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel verloren, entsprechend optimistisch machen sie sich heute auf den Weg über den Brenner. „Wir wollen in Turin ein gutes Ergebnis erzählen, damit wir die Tür für das Viertelfinale da schon ein Stück weit aufstoßen können“, gab Rummenigge die Marschroute vor. Dabei kann auch Franck Ribéry endlich wieder mithelfen, der Franzose feierte gegen Darmstadt sein Comeback nach langer Verletzungspause.

Eine 1, eine 5! Noten & Bilder zu Bayerns Sieg gegen Darmstadt

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Dass die Bayern dennoch nicht als klarer Favorit ins Duell mit der Alten Dame gehen, hat allerdings auch Gründe. Schließlich hat Juve zuletzt 15 Ligasiege in Folge gefeiert, vergangenen Freitag ließ das Team von Coach Max Allegri beim 0:0 in Bologna zum ersten Mal seit dem 28. Oktober 2015 Punkte liegen. „Juve ist abgezockt, hat Qualität und verteidigt gut“, weiß Müller, Sportvorstand Sammer erwartet „ein Duell auf Augenhöhe. Die Chancen stehen 50:50“. Denn auch gegen eine der besten europäischen Mannschaften müssen die Münchner auf ihre komplette Innenverteidigung verzichten. Aller Voraussicht nach vertraut Guardiola auch in Turin auf David Alaba und Joshua Kimmich im Abwehrzentrum. „Wir sind mit dem, was wir haben, sehr zufrieden“, betont Sammer gegenüber der tz, „wir sollten uns wegen der Körpergröße nicht ins Hemd machen.“ Sieht auch Rummenigge so: „Wir haben Respekt, aber keine Angst.“

Sven Westerschulze, Jose Carlos Menzel Lopez

José Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

E-Mail:carlos.menzel-lopez@tz.de

Sven Westerschulze

Sven Westerschulze

E-Mail:Sven.Westerschulze@tz.de

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