Ära beim FC Bayern hat begonnen

Was Ancelotti in seiner Antrittsrede forderte

München - Am vergangenen Montag begann Carlo Ancelotti seine Arbeit beim FC Bayern. Was folgte, war die erste Rede vor seiner Mannschaft. Die tz weiß, was Ancelotti von jedem einzelnen Spieler fordert.

Am Montag ist die Ära Ancelotti beim FC Bayern gestartet. Fußball-Deutschland blickte an diesem Tag gespannt in die Allianz Arena, jeder wollte wissen, was Carlo Ancelotti bei seiner Antrittsrede zu sagen hatte. Nach der offiziellen Vorstellung traf Ancelotti am späten Nachmittag zum ersten Mal auf seine neue Mannschaft. Bevor der 57-Jährige die Spieler auf den Trainingsplatz schickte, hielt er die erste Rede vor seinem neuen Team. Während seine Aussagen bei der Pressekonferenz auf der ganzen Welt verbreitet wurden, waren die Worte seiner Antrittsrede nur für seinen Trainerstab und die Mannschaft – 19 Spieler absolvierten die erste Einheit – bestimmt. Doch die tz weiß, was Ancelotti von jedem einzelnen Spieler forderte: Respekt!

Respekt ihm gegenüber. Respekt gegenüber dem gesamten Trainerstab, zu dem mit seinem Sohn Davide und Schwiegersohn Mino Fulco auch ein Teil seiner Familie gehört. Respekt gegenüber der medizinischen Abteilung, Physiotherapeuten und Masseuren. Respekt gegenüber JEDEM einzelnen Mitarbeiter des FC Bayern München bis hin zum Platzwart.

Carlo Ancelotti: Trainerstab ist seine Familie

Eine Forderung, die gut ins Trainerbild von Carletto passt. Im Buch Quiet Leadership bezeichnet Ancelotti seinen Trainerstab als seine Familie: „Menschen, mit denen ich im Laufe der Jahre zusammengearbeitet habe, in guten wie in schlechten Zeiten, denen ich vertraue und für die ich großen Respekt empfinde“ – genau diesen Respekt erwartet Carletto nun von den FCB-Stars.

Bilder: Ancelottis erstes Training bei den Bayern

Außerdem forderte Ancelotti in seiner Ansprache die Bayern-Spieler dazu auf, sich stets „professionell“ zu verhalten. So bezeichnet der Mister gerne eine tadellose Arbeitsweise als Profi-Fußballer. Sollte ein Bayern-Profi künftig dieses professionelle Verhalten vermissen lassen, kann der ruhige Ancelotti auch ungemütlich werden. In seiner Zeit als Chelsea-Trainer verhielt sich Florent Malouda nicht professionell genug, weil er ein GPS-Gerät nicht tragen wollte. Malouda ging während des Trainings einfach in die Kabine. Ancelotti folgte ihm und sagte: „Dein Verhalten ist nicht akzeptabel. Wenn du nicht rausgehst, muss ich dich töten!“ Doch selbst bei diesen harten Worten damals behielt Ancelotti die Ruhe.

Gelassenheit, die auch die FCB-Spieler bei den ersten Trainingseinheiten unter dem neuen Cheftrainer beeindruckt hat. Seine erste kleine Niederlage als Trainer des deutschen Rekordmeisters musste Ancelotti allerdings schon einstecken: Bei seinen vorherigen Trainerstationen in Chelsea, Paris und Madrid hielt der Italiener seine Antrittsrede stets in der jeweiligen Landessprache. Trotz eines sechs Monate langen Deutsch-Sprachkurses in Kanada sprach Ancelotti bei seiner ersten Mannschaftsrede 20 Minuten lang auf Englisch zu seinen Spielern.

Die Bayern-Stars privat im Sommerurlaub - Bilder

Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © AFP

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