Große Projekte zum Dienstantritt

Ancelotti: Drei-Stufen-Plan für seinen Start beim FC Bayern

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Carlo Ancelotti tritt beim FC Bayern einen Dreijahresvertrag an.

München - Carlo Ancelotti wird in München sehnlich erwartet. Alle Augen sind schon jetzt auf den neuen Trainer des FC Bayern gerichtet. Gleich zum Start erwarten ihn drei Projekte, die er erledigen muss.

Update vom 11. Juli 2016: Die erste Pressekonferenz von Carlo Ancelotti können Sie hier im TV und im Stream anschauen.

Wann Carlo Ancelotti zum ersten Mal offiziell sein Amt an der Seitenlinie ausübt, ist bekannt: Am 16. Juli wird der Italiener sein Debüt als Trainer des FC Bayern beim Freundschaftsspiel beim SV Lippstadt 08 geben. Ansonsten ist noch nicht allzuviel an die Öffentlichkeit gedrungen, welche Pläne "Carletto" beim Rekordmeister verfolgen und umsetzen will.

Erst ab 11. Juli, dem Tag seiner offiziellen Vorstellung an der Säbener Straße, will der 56-Jährige über seinen Job und seinen neuen Arbeitgeber sprechen. Klar ist aber, dass Ancelotti drei besondere Projekte zum Start angehen beziehungsweise erledigen muss:

Projekt Nummer 1: Die Bewältigung der deutschen Sprache

Pep Guardiola überraschte die Medienvertreter auf seiner ersten Pressekonferenz in München mit seinen Deutschkenntnissen. Auch Nachfolger Ancelotti plant seine ersten Worte in der Sprache seines neuen Arbeitgebers. Die erste Rede vor der Mannschaft will der Italiener auf Deutsch halten und auch bei seiner offiziellen Vorstellung mit seinem neuen Vokabular auftrumpfen. "Ich denke, Carlo hat das feste Ziel, zumindest einen Teil davon auf deutsch zu sprechen", verrät Ancelottis kanadische Ehefrau in der Sport Bild. Mariann kommt aus Vancouver und beherrscht selbst vier Sprachen fließend: "Ich spreche Spanisch, Französisch, Italienisch und Englisch. Aber keine war so schwer zu erlernen wie Deutsch." Trotzdem beteuert sie: "Die Kurse machen uns viel Spaß." Ancelotti selbst sieht das wohl nur eingeschränkt so: "Ich habe jede Woche Deutsch-Kurse, aber es ist wirklich schwierig." Klingt, als handele es sich hierbei um ein besonders schwieriges Projekt für den neuen FCB-Coach.

Projekt Nummer 2: Die Personalie Mario Götze

Bestätigt ist, dass Ancelotti und Götze Kontakt hatten und über die künftige Rolle des Mittelfeldspielers beim Rekordmeister geredet haben. Die Versionen darüber, wie das Gespräch genau verlaufen ist, gehen allerdings auseinander. Während Ancelotti lediglich den Kontakt einräumt ("Ich habe mit Mario Götze telefoniert") und ansonsten kein Bekenntnis zum WM-Final-Torschützen abgeben mag ("Er kennt meine Meinung"), gibt sich Götze optimistisch. "Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten", hatte der Techniker nach der Trennung von seinem bisherigen Berater Volker Struth sein Bekenntnis zum FC Bayern abgebeben.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Höchst verwirrend war allerdings die Reaktion von FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Der zeigte sich verwundert über Götzes Aussagen. "Mario wurde alles klar und seriös kundgetan, er weiß Bescheid, wie der Klub denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt", betont der Münchner Klubchef. Tatsächlich hätten er und auch Ancelotti mit Götze gesprochen, berichtet Rummenigge: "Mario kennt die Gedanken des FC Bayern". Und aus den Gedanken des FC Bayern ergebe sich für Götze eine Frage: "Mario muss für sich selbst bewerten: Will ich kontinuierlich spielen?" Hört sich alles nach einem schwierigen Unterfangen für Ancelotti an...

Projekt Nummer 3: Die Begegnung mit seinem Vorgänger Pep Guardiola

Häufig gibt es nach Trainerwechseln einen klaren Cut, der neue Coach will mit den alten Begebenheiten selten etwas zu tun haben, sondern macht lieber sein eigenes Ding. Nicht so Ancelotti! Der Italiener, der schon fünf Mal den Champions-League-Pokal in die Höhe recken durfte (zwei Mal als Spieler, drei Mal als Trainer), will den Kontakt zu seinem Vorgänger suchen. "Zu Pep Guardiola habe ich schon lange eine sehr gute Beziehung. Ich habe ihn während seines Sabbaticals in Paris getroffen", so Ancelotti in der Sport Bild: "Ich denke, dass wir noch vor Saisonstart miteinander sprechen werden." Am System Guardiolas, das zwar zu drei Meistertiteln und zwei Pokalsiegen führte, aber ohne Finalteilnahme in der Champions League endete, will Ancelotti grundsätzlich nicht rütteln. "Pep hat in München tolle Arbeit geleistet. Ich will nicht zu viel verändern, sondern auf seiner Arbeit aufbauen", erklärt Ancelotti.

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