Was das für Müller und Lewandowski bedeutet

Ancelotti überrascht mit neuer Taktik

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Neuer Trainer, neue Taktik: Carlo Ancelotti wird den Stil des FC Bayern verändern. 

München - Carlo Ancelotti lässt auf der US-Tour des FC Bayern neue Taktiken einstudieren. Eine Variante betrifft vor allem Robert Lewandowski und Thomas Müller.

Unter Carlo Ancelotti wird sich beim FC Bayern einiges ändern, das wurde bereits in den ersten Wochen nach seinem Amtsantritt deutlich. Schon in seinem Auftreten unterscheidet sich der Italiener markant von seinem Vorgänger Pep Guardiola, wie die Fans in den öffentlichen Trainings und den ersten Testspielen des Rekordmeisters beobachten konnten. Ancelotti strahlte stets Ruhe auf dem Platz aus, ein starker Kontrast zum oftmals hektisch gestikulierenden Guardiola.

So wird sich das Spielsystem unter Ancelotti ändern

Ein weiterer, weitaus bedeutsamer Unterschied, wird den Fans erst in den kommenden Wochen und Monaten bewusst werden, wenn die neue Saison beginnt - das Spielsystem des FC Bayern wird sich unter Ancelotti merklich ändern. Guardiola hatte die Spieler noch seinem System unterworfen. Als nun Ancelotti Anfang Juli an der Säbener Straße offiziell vorgestellt wurde, sagte der 57-Jährige: "Meine Priorität ist, das System auf die Spieler abzustimmen, nicht umgekehrt." 

Was er damit meint, hatte Ancelotti bereits während seiner Zeit als Trainer von Real Madrid gezeigt, als er die Mannschaft um Cristiano Ronaldo herum gebaut hatte. Ursprünglich sollte der Portugiese unter Ancelotti als Mittelstürmer fungieren, doch als er sich dort nicht wohl fühlte, passte der Trainer das System an und stellte ihn auf dem linken Flügel auf. 

Ancelotti: "Ich habe Vorstellungen im Kopf"

Doch welche Pläne hat Ancelotti für den FC Bayern? "Ich habe Vorstellungen im Kopf", hatte der Italiener bei seinem Amtsantritt verraten. Ancelotti ist bekannt dafür, gerne in 4-3-3-Formation zu spielen, mit stabiler Defensive und Offensivkünstlern, die in seinem System viele Freiheiten genießen. Diese Taktik hat sich auch beim FC Bayern bereits bewährt, wie zuletzt beim 1:4-Sieg im Testspiel gegen Inter Mailand, in dem vor allem Julian Green überzeugte. 

Daneben ließ Ancelotti während der US-Tour allerdings noch ein zweites System einstudieren, nämlich ein klassisches 4-4-2. Das bestätigten sowohl der Trainer als auch mehrere Spieler gegenüber der SportBild. Der FC Bayern könnte in der nächsten Saison also mit zwei Sturmspitzen spielen! "Das ist eine gute Variante, damit können wir den Gegner überraschen", sagte Franck Ribéry.

Müller und Lewandowski zusammen als Stürmer

Der Franzose darf derzeit selbst stürmen, doch wenn der Kader komplett ist, wird er zusammen mit David Alaba über den linken Flügel kommen. Für die beiden Plätze ganz vorne bietet sich ein Duo natürlich besonders an: Robert Lewandowski und Thomas Müller harmonieren perfekt miteinander und dürften ihre Gegner mächtig unter Druck setzen. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison schossen die beiden gemeinsam 53 Tore.

Laut Ancelotti ist der Kader für die neue Saison komplett, doch Vorstandschef Rummenigge hat weitere Transfers zuletzt nicht ausgeschlossen. Gesucht werden demnach noch ein Stürmer als Lewandowski-Ersatz sowie Außenverteidiger. Kapitän Philipp Lahm soll allerdings auf seine alteingesessene Position in der Abwehr zurückkehren. 

Es brechen also neue Zeiten an beim deutschen Rekordmeister. Doch Ancelotti hat früh versichert: "Ich bin nicht hier um eine Revolution durchzuführen." Die Fans des FC Bayern dürfen sich weiterhin auf Offensvfußball freuen - nur eben unter einem anderen Lehrmeister.

Dateiname: wall-street-und-rockefeller-center-die-bayern-in-new-york

sr

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