Mittelfeld oder Rechtsverteidiger?

Ancelotti legt sich fest: Diese Rolle bekommt Philipp Lahm

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Carlo Ancelotti wird mit Philipp Lahm (r.) aller Wahrscheinlichkeit nach keine Mittelfeld-Experimente veranstalten.

München - Unter Guardiola spielte Philipp Lahm oft im zentralen Mittelfeld statt wie gewohnt als Rechtsverteidiger. Der neue Bayern-Trainer Ancelotti hat klare Vorstellungen, welche Rolle sein Kapitän künftig übernehmen soll.

Es war eine ungewöhnliche Maßnahme, die Pep Guardiola nach seinem Amtsantritt 2013 beim FC Bayern aus dem Hut zauberte: Philipp Lahm, der in seiner bisherigen Karriere wahlweise als Links- oder als Rechtsverteidiger Weltklasseleistungen in Serie abgerufen hatte, stellte der spanische Trainer plötzlich ins defensive Mittelfeldzentrum.

Das Experiment gelang, Lahm glänzte auch in seiner neuen Rolle dank seiner überragenden Spielintelligenz und Ballsicherheit. Zum Abschied adelte Guardiola seinen Kapitän gar mit folgenden Worten: "Ich habe nicht ein schlechtes Spiel von Philipp Lahm gesehen. Dieser Verein hat Legenden wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Uli Hoeneß, Kalle Rummenigge. Philipp Lahm ist auf diesem Niveau."

Lahm verkörpert in der Rolle als Rechtsverteidiger Weltklasse

In der Rückrunde der abgelaufenen Saison kehrte Lahm allerdings wieder auf seine Paradeposition zurück und hinterließ auch dort bleibenden Eindruck. "Er ist der erste Rechtsverteidiger, der das Spiel von seiner Position dominiert", schwärmte Guardiola.

Bleibt die Frage, wie es für Lahm unter dem neuen Coach Carlo Ancelotti weitergeht? Wie der kicker berichtet, plant der Italiener keine weiteren Mittelfeldexperimente mit dem 2014 aus der Nationalmannschaft zurückgetretenen Weltmeister. Lahm soll das spielen, was er nach Ansicht vieler Experten rund um den Globus am besten kann und wo es auch kaum einen besseren Mann gibt als ihn: auf der Rechtsverteidigerposition.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Daher, so der kicker, sieht Ancelotti auch keinen Anlass, in Sachen Verstärkungen für die rechte Abwehrseite nochmal aktiv zu werden. Lahm ist gesetzt, vermutlich bis zu seinem angepeilten Karriereende 2018. Mit Rafinha steht ein zuverlässiger Backup bereit und mit Joshua Kimmich weist ein Bayern-Profi aktuell bei der EM 2016 in Frankreich nach, dass auch er den Posten rechts hinten in der Abwehrkette erfolgreich ausfüllen kann.

Überlegenswert wäre höchstens, einen potenziellen Lahm-Nachfolger bereits jetzt zu verpflichten, um direkt von einem der besten der Welt im täglichen Training zu lernen. Als Kandidaten tauchen Elseid Hysaj, Kenny Tete, Hector Bellerin, Serge Aurier, Aymeric Laporte oder auch Dani Carvajal regelmäßig in diversen Transferspekulationen auf.

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