Verein nimmt Stellung

CL-Verbot für Götze? Das sagt der FC Bayern

München - Ein harmonisches Arbeitsverhältnis sieht anders aus: Laut eines Medienberichts droht der FC Bayern seinem Spieler Mario Götze damit, ihn nicht in der Champions League einzusetzen, sollte er im Sommer nicht gehen. Was der Klub dazu sagt:

UPDATE: Inzwischen hat der FC Bayern auf die verschiedenen Medienberichte reagiert, wonach der Verein Götze angedroht habe, ihn nicht für die Champions League zu nominieren, wenn er nicht den Verein wechsele. "Das ist frei erfunden", sagte der Vorstandsvorsitzende, Karl-Heinz Rummenigge.

Bericht in der SZ

Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Klubinsider vermeldet hatte, soll der FC Bayern versucht haben, seinen Spieler Mario Götze noch in diesem Sommer loszuwerden.

So habe man dem 24-Jährigen damit gedroht, ihn nicht für die kommende Champions-League-Saison zu nominieren, sollte Götze die Sommerpause nicht für einen Arbeitgeberwechsel nutzen, schreibt die SZ.
In der Königsklasse können nur solche Spieler auflaufen, die bis zum 1. September offiziell bei der UEFA gemeldet wurden. Jeder teilnehmende Klub darf dabei höchstens 25 Spieler nominieren.

Bleibt die Frage, was eigentlich genau los ist im Verhältnis zwischen Klub und Spieler. Unter Pep Guardiola kam Götze - auch aufgrund langwieriger Verletzungen - in der vergangenen Saison nur sporadisch zum Einsatz, in den wichtigen Spielern drückte der WM-Finaltorschütze regelmäßig nur die Bank. Zu wenig für einen Spieler mit dem Anspruch und der Klasse eines Mario Götze.

Götze-Telefonat mit Ancelotti - Rummenigge ist irritiert

Unter dem neuen Coach Carlo Ancelotti wollte der Supertechniker eigentlich sein Glück neu versuchen und sich für die Stammelf empfehlen. Ein Telefonat mit dem italienischen Startrainer habe ihn in diesem Vorhaben bestärkt, ließ der gebürtige Allgäuer verlauten. "Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten", hatte der Techniker nach der Trennung von seinem bisherigen Berater Volker Struth sein Bekenntnis zum FC Bayern abgebeben.

Allerdings gibt es unterschiedliche Interpretationen, was den genauen Inhalt des Telefonats angeht. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich sichtlich irritiert von der Aussage Götzes nach dem Telefonat. "Mario wurde alles klar und seriös kundgetan, er weiß Bescheid, wie der Klub denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt", betonte der Münchner Klubchef. Tatsächlich hätten er und auch Ancelotti mit Götze gesprochen, berichtet Rummenigge, "Mario kennt die Gedanken des FC Bayern". Und aus den Gedanken des FC Bayern ergebe sich für Götze eine Frage: "Mario muss für sich selbst bewerten: Will ich kontinuierlich spielen?" Hört sich nicht so an, als stünden die Chancen für Götze unter Ancelotti besser. Der neue Coach selbst hat bislang lediglich die Existenz des Telefonats bestätigt und klar gestellt: "Mario kennt meine Gedanken."

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Götzes Vertrag läuft im Juni 2017 aus. Der FC Bayern könnte also nur noch in diesem Sommer einen Teil der 37-Millionen-Euro-Ablöse wieder hereinholen, die der Rekordmeister einst an Borussia Dortmund bezahlt hatte.

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Rubriklistenbild: © MIS

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