Kleiner Schritt Richtung Achtelfinale

Pilot überbringt Bayern beste Nachricht des Abends

Sechs Punkte nach zwei Spielen: Der FC Bayern ist perfekt in die Champions-League-Saison gestartet.
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Sechs Punkte nach zwei Spielen: Der FC Bayern ist perfekt in die Champions-League-Saison gestartet.

Moskau - Zwei Spiele, sechs Punkte - und dann nichts wie weg. Der FC Bayern ist nach dem Sieg im Geisterspiel von Moskau schon auf dem besten Weg ins Achtelfinale der Champions League.

Die vielleicht beste Nachricht für die Reisegruppe aus München übermittelte der Pilot. Während sich der FC Bayern zu nächtlicher Stunde dem Flughafen vor den Toren der bayerischen Landeshauptstadt näherte, teilte der Mann aus dem Cockpit die weiteren Ergebnisse aus der Champions League dieses Abends mit. Bei „Manchester - Rom 1:1“ ging ein kurzes Raunen durch den Airbus A321. Besser hätte es nicht kommen können für den deutschen Rekordmeister.

Um 1.17 Uhr in der Nacht zum Mittwoch landete der FC Bayern mit der Gewissheit in München, dass sich die vielen Mühen einer der ungewöhnlichsten Dienstreisen der Vereinsgeschichte ausgezahlt hatten: Nach dem 1:0 (1:0) bei ZSKA Moskau stehen die Münchner nach zwei Spieltagen in der Gruppe E mit sechs Punkten auf dem ersten Rang, gefolgt von AS Rom (4) und Manchester City (1). In den Spielen gegen die Römer am 21. Oktober (auswärts) und am 5. November kann der deutsche Meister das Achtelfinale schon klarmachen.

 Guardiola grummelt

Die Essenz aus dem äußerst gespenstischen Geisterspiel in der Arena Chimki hatte Philipp Lahm schon kurz nach dem Abpfiff in Moskau zusammengefasst. „Das war definitiv ein kleiner Schritt Richtung Achtelfinale“, sagte der Kapitän erkennbar zufrieden. Auch der Vorstandsvorsitzende sah in erster Linie das Positive der reichlich trostlosen Reise: „Für uns war wichtig, dass wir gewonnen haben“, betonte Karl-Heinz Rummenigge: „Zwei Spiele, sechs Punkte - damit sind wir gut unterwegs.“

Nur Trainer Pep Guardiola grummelte ein bisschen - Kollege Leonid Sluzki hatte den Meister der peniblen Vorbereitung ein bisschen überrascht. „Das war das erste Mal seit fünf Jahren, dass sie dieses System benutzt haben“, sagte der Katalane. Der russische Meister spielte ein ultra-defensives 5-4-1, was dazu führte, dass der FC Bayern 73 Prozent Ballbesitz hatte, am Ende aber einen von Thomas Müller verwandelten Foulelfmeter (22.) benötigte, um zu gewinnen.

Hoffentlich nie wieder Geisterspiel

„So macht Fußball nicht so richtig Spaß“, sagte Lahm - und das bezog sich mindestens zur Hälfte auf die Umstände, unter denen die Münchner spielen mussten. Lahm winkte nach dem Spiel noch zu einem Hochhaus hinüber, in dem sich rund 60 Anhänger der Münchner in einem Appartement im 18. Stock die Begegnung angesehen hatten. Der FC Bayern hatte großzügig die Kosten von knapp 5000 Euro dafür übernommen - ein kleiner Coup, der vor allem Rummenigge zu gefallen schien.

Der Boss des FC Bayern machte noch einmal seinem Unmut über die Europäische Fußball-Union (UEFA) Luft, die ZSKA für rassistische Ausfälle seiner Anhänger mit dem Geisterspiel bestraft hatte. „Es war ein komisches Spiel, weil es keine Atmosphäre, keine Emotionen gab“, sagte Rummenigge. „Ich bin seit 40 Jahren im Fußball dabei und habe so etwas noch nie erlebt - und will es auch nicht mehr.“

SID

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