Schalkes neuer Sportdirektor

Heidel verrät: So wäre Sané fast bei Bayern gelandet

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Leroy Sané wäre fast beim FC Bayern gelandet.

Gelsenkirchen - Schalkes Manager Christian Heidel hat die Sané-Millionen längst in neue Spieler reinvestiert. Nun verrät er, dass der Youngster beinahe in München gelandet wäre.

Der FC Bayern München hat sich zur neuen Saison mit Renato Sanches im zentralen  Mittelfeld und Mats Hummels in der Verteidigung verstärkt. In der Offensive verzichtete der Rekordmeister auf einen Transfer, obwohl sich viele Gerüchte um mögliche Nezugänge im Umlauf befunden hatte. Einer der Kandidaten damals: Leroy Sané.

Schon im Mai war über eine mögliche Ausstiegsklausel für den Sommer 2017 in Sanés Vertrag spekuliert worden, mitunter offenbar auch ein Grund dafür, dass der neue City-Trainer Pep Guardiola den Youngster möglichst schnell verpflichten wollte - was dann auch geschah. Und das war offenbar die richtige Entscheidung.

Heidel: Leroy hatte eine Ausstiegsklausel 2017

Schalkes Manager Christian Heidel verrät nämlich nun in der SZ, dass der Transfer von Sané zu Manchester City den Schalkern deutlich mehr Geld in die Kasse gespült hatte, als es ein Transfer im Jahr 2017 vermocht hätte. Bei Sané habe man das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand gehabt, er habe den Verein verlassen wollen: "Was wäre passiert, wenn wir seinen Transfer zu Manchester City nicht abgewickelt hätten? Dann hätte sich Leroy, und das ist verständlich, fürs nächste Jahr woanders versprochen," erzählt Heidel.

Auf die Nachfrage, ob dieser Verein Bayern München gewesen wäre, antwortet der Sportdirektor: "Darauf wäre es wahrscheinlich hinausgelaufen. Dann hätte es im nächsten Jahr eine große Differenz in der Ablösesumme gegeben, weil Leroy eine Ausstiegsklausel hatte," so der 53-Jährige. Doch das ist nun Vergangenheit. Auch für die Zukunft hat der Ex-Mainzer einige Pläne mit den "Königsblauen".

Stimmung soll sich mittelfristig drehen

Er will bei Schalke 04 vor allem durch eine Verbesserung des Vereinsklimas die Grundlage für künftige Erfolge legen. "Darum geht es ja gerade: dass sich diese Stimmung mittelfristig ein bisschen dreht", erklärt Heidel in dem Interview zu Aussagen seines Vorstandskollegen Alex Jobst über "Pessimismus als Grundgefühl über dem Verein" und Schalker "Lust am Weltuntergang".

Die negative Bewertung von Situationen steht nach Heidels Erfahrungen seiner ersten Arbeitsmonate bei den "Königsblauen" im krassen Gegensatz zur Erwartungshaltung: "Die ist auf Schalke grenzenlos. Wenn man aber alles nur auf den kurzfristigen Erfolg ausrichtet, wird es sehr schwer, mittelfristig etwas zu entwickeln", erläutert der 53-Jährige vor der Saisonheimpremiere am Freitagabend gegen den deutschen Meister Bayern München.

Weinzierl: "Wir wollen international spielen"

Gleichwohl setzt sich Schalkes neuer Trainer Markus Weinzierl persönlich auch schon für die mit einer 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt begonnene Saison hohe Ziele. "Wir wollen und müssen international spielen. Unser Ziel ist es, den Anschluss an Gladbach, Leverkusen, Bayern und natürlich auch Dortmund zu bekommen. Wir wollen eine Mannschaft hervorbringen, die schon innerhalb des ersten Jahres unsere Ziele erreichen kann", sagte der Coach in einem Bild-Interview.

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Zusammen mit Weinzierl will Heidel bei den Gelsenkirchenern eine Ära begründen. "Es gibt eine Sehnsucht nach Kontinuität. Kontinuität wird meistens auf Personen projiziert - ich denke jedoch, dass sie mehr mit einer Idee, einer Leitlinie zu tun haben sollte. Was Kontinuität wirklich bedeutet, kann man an der Tabelle ablesen. Erfolgreich sind die Vereine, die eine Idee haben und ihr treu bleiben."

Das Spiel des FC Bayern gegen Schalke 04 können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. 

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SID/sdm

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