"Stinkstiefel" und Handshake-Eklat

Ex-Bayern-Star wütet gegen Rummenigge: "Ein Leben lang geschadet"

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Ciriaco Sforza hat Karl-Heinz Rummenigge offenbar nie ganz verziehen.

München - Ciriaco Sforza spielte von 1995 bis 1996 und von 2000 bis 2002 für den FC Bayern. Über Karl-Heinz Rummenigge hat er jedoch nichts Positives zu berichten.

Ciriaco Sforza spielte als aktiver Spieler in der Schweiz, in Deutschland und Italien und gewann mit dem FC Bayern München im Jahr 2001 die Champions League. Der Schweizer war zentraler Mittelfeldspieler und versuchte sich nach seiner aktiven Karriere als Trainer.

Zuletzt war er, nach Engagements beim FC Luzern und bei den Grasshoppers Zürich, für den FC Thun an der Seitenlinie aktiv. Im Gespräch mit der Schweizer Boulevardzeitung Blick äußert er sich nun zu seiner Zeit beim FC Bayern und über den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.

"Ein Ausdruck, der mir mein Leben lang geschadet hat"

Mit dem Bayern-Boss war Sforza damals aneinandergeraten. Und der Schweizer hat Rummenigge offenbar bis heute nicht wirklich verziehen. 2001 hatte der damalige Vizepräsident des Rekordmeisters Sforza als "Stinkstiefel" bezeichnet.

"Es ist ein Ausdruck, der mir mein ganzes Leben lang geschadet hat", berichtet der 46-Jährige. "Karl-Heinz Rummenigge kam in die Bayern-Kabine und gab jedem Spieler die Hand. Als ich an der Reihe war, schüttelte er mir zwar die Hand, schaute aber schon dem nächsten ins Gesicht", erzählt Sforza.

"Das Wort Stinkstiefel blieb ewig an mir haften"

Er habe den Bayern-Boss dann darauf angesprochen: "Ich sagte ihm anständig und ehrlich, dass man einem Menschen beim Händeschütteln in die Augen schaue - so bin ich erzogen worden. Ab jenem Moment war Feierabend. Er verpasste mir diesen Ausdruck und ich war in einer Schublade", so Sforza.

Auf die Frage, ob sich die beiden nie ausgesprochen hätten, antwortet der Schweizer: "Doch. Aber das Wort Stinkstiefel blieb ewig an mir haften. Vielleicht war er verletzt, weil ich es vor allen anderen Spielern so direkt ausgesprochen habe."

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Bei Sforzas zweitem Engagement beim Rekordmeister hatte es außerdem noch weiteren Knatsch gegeben. Der Schweizer hatte seinen Mannschaftskameraden Mobbing vorgeworfen und ein klärendes Gespräch verlangt. Der damalige Konter von Rummenigge: Sforza solle "erstmal seine Leistung extern bringen. Er muss auch lernen, selbstkritisch und nicht so empfindlich zu sein."

Für den FC Bayern geht es derweil am Mittwochabend in der Bundesliga gegen Hertha BSC Berlin. Wir berichten im Live-Ticker.

Lesen Sie hier die Pressekonferenz mit Ancelotti vor dem Spiel gegen Hertha nach.

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sdm

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