Mit wem plant Ancelotti?

Diese Stars könnten den FC Bayern im Sommer verlassen

München - Im Sommer übernimmt Carlo Ancelotti das Traineramt von Pep Guardiola beim FC Bayern. Dabei wird es zu Veränderungen im Kader kommen. Das sind die möglichen Streichkandidaten. 

Wer bekommt unter Neu-Trainer Carlo Ancelotti eine neue Chance beim FC Bayern? Wer muss gehen? Beim Rekordmeister stehen im Sommer wieder Veränderungen im Kader an. Die Wechselwahrscheinlichkeiten der möglichen Streichkandidaten:

Tor

Tom Starke.

Tom Starke:Der 35-Jährige ist hinter Manuel Neuer und Sven Ullreich nur die Nummer 3 bei den Bayern. Starke ist seit 2012 im Verein, sein Vertrag läuft im Sommer aus. Starkes letztes Bundesliga-Spiel ist mittlerweile schon knapp zwei Jahre her (29. März 2014 gegen seinen Ex-Klub Hoffenheim). Seitdem wurde er immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen, stand in dieser Saison nur sechs Mal im Kader. Dem Kicker sagte er im Januar, er werde erst einmal abzuwarten, was kommt. Ein Jahr möchte er noch weitermachen, am liebsten in München. Zudem ist er nebenbei noch Torwarttrainer der U14 des Rekordmeisters, somit ist ein Wechsel eher unwahrscheinlich. Einen ruhigeren Back-Up für Manuel Neuer und Sven Ulreich gibt es kaum. Wechselwahrscheinlichkeit: 30 Prozent.

Verteidigung

Rafinha.

Rafinha:Der Vertrag des Brasilianers, der mittlerweile auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, läuft noch bis Ende Juni 2017. Rafinha machte 29 Pflichtspiele in der laufenden Saison, profitierte dabei von der Verletzungsmisere in der Defensive. Dennoch ist Philipp Lahm auf der rechten Außenverteidiger Position gesetzt, wenn er nicht im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommt. Links spielt normalerweise David Alaba, ansonsten der Spanier Juan Bernat. Zudem halten sich weiter die Gerüchte um Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg. Verstärkt sich der FCB im Sommer in der Defensive, könnte Rafinhas Zeit an der Säbener Straße enden. Wechselwahrscheinlichkeit: 40 Prozent.

Mehdi Benatia.

Mehdi Benatia:Mehdi Benatia kam im Sommer 2014 für 28 Millionen Euro vom AS Rom nach München. Beim FC Bayern sollte er die Defensive stabilisieren, galt als Bollwerk in Italien. Doch den Durchbruch beim Rekordmeister schaffte er nie so richtig. Schuld daran waren auch immer wieder muskuläre Probleme, vor allem im Oberschenkel. In dieser Saison stand er gerade einmal 15 Mal auf dem Platz. Wenn der Marokkaner dann spielte, überzeugte er meist nicht, so auch in der Champions League gegen Juventus Turin. Der italienische Rekordmeister ist bereits interessiert, bei einem passenden Angebot werden ihn die Bayern wohl ziehen lassen. Wechselwahrscheinlichkeit: 70 Prozent.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Serdar Tasci (l.) mit Trainer Pep Guardiola.

Serdar Tasci:Ende Januar reagierte der FC Bayern auf die Verletzungsmisere in der Defensive und holte kurzerhand Serdar Tasci von Spartak Moskau. Der ehemalige deutsche Nationalspieler ist bis Sommer ausgeliehen, wollte zunächst aber länger in München bleiben. Doch ob die Bayern das auch wollen? Guardiola wird wohl selbst in dieser Spielzeit nicht mehr mit ihm planen. Ein Saisonspiel hat Tasci seit seinem Wechsel gemacht - am 22. Spieltag gegen Darmstadt. Viele werden auch nicht mehr dazukommen, zumal Javi Martinez und Jerome Boateng bald wieder fit sein werden.  Dass der FC Bayern ihn fest verpflichtet, ist unwahrscheinlich. Tasci, der seinen Wechsel nach München mittlerweile als Fehler bezeichnet, muss wohl nach Moskau zurückkehren. Wechselwahrscheinlichkeit: 95 Prozent. 

Mittelfeld

Sebastian Rode.

Sebastian Rode:2014 wechselte Sebastian Rode ablösefrei von Eintracht Frankfurt an die Isar. Bei Bayern versprach man sich viel von dem 25-Jährigen. Viele Einsätze, um zu zeigen was er kann, bekommt Rode mittlerweile aber nicht mehr. In dieser Saison kam er gerade einmal auf elf Bundesliga-Spiele, nur zwei von Beginn an. Zudem betont Rode, dass Guardiola nicht viel mit ihm redet. Spricht nicht gerade dafür, dass der Katalane noch auf den Mittelfeld-Mann setzt. Aber wie sieht das Carlo Ancelotti? Rodes Vertrag läuft noch bis 2018, doch ein vorzeitiger Abgang ist durchaus wahrscheinlich, wenn er mehr spielen möchte - vielleicht auf Leihbasis? Wechselwahrscheinlichkeit: 60 Prozent.

Arturo Vidal.

Arturo Vidal:Der „Krieger“ kam erst vor der Saison für 37 Millionen Euro aus Turin. Nach Startschwierigkeiten zu Beginn, etablierte sich Vidal mit jedem Spiel mehr. Nach zuletzt überragenden Auftritten in der Champions League gegen seinen Ex-Verein Juventus ist der Chilene kaum noch aus der Startelf der Bayern wegzudenken. Vidal ist an der Säbener Straße angekommen. Auch wenn der FC Chelsea bereits seine Fühler ausgestreckt hat, sollte Vidal trotz einiger Unruhen in München bleiben. Wechselwahrscheinlichkeit: 10 Prozent.

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Pierre-Emile Höjbjerg.

Pierre-Emile Höjbjerg:Der 20-jährige Däne hat bereits 51 Bundesliga-Spiele gemacht, aber nur 25 davon für die Bayern. Nach einer halbjährigen Leihe nach Augsburg in der vergangenen Saison wurde er für die aktuelle Spielzeit nach Schalke verliehen. Dort hat er sich nach Startschwierigkeiten inzwischen als Stammspieler etabliert, absolvierte an den Spieltagen 23 bis 27 fünf Partien nacheinander über 90 Minuten und steuerte außerdem zwei Torvorlagen bei. Sein Vertrag bei den Münchnern läuft noch bis 2018. Eine dritte Leihe scheint aber eher unwahrscheinlich. Wenn Höjbjerg den Durchbruch bei den Bayern schaffen möchte, muss er sich noch steigern und sein Können Carlo Ancelotti beweisen. Schafft er das nicht, stehen die Zeichen spätestens 2017 auf Abschied. Wechselwahrscheinlichkeit: 40 Prozent.

Julian Green.

Julian Green: Auch Julian Green ist gerade einmal 20 Jahre jung und trotzdem Nationalspieler seines Landes. Der Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen läuft für die Nationalmannschaft der USA auf. Bei den Bayern steht Green seit der B-Jugend unter Vertrag. 2014/15 war er an den HSV ausgeliehen, machte dort aber nur fünf Bundesliga-Spiele - die einzigen seiner Karriere. In München wird er nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt, hat nur ein Champions-League-Spiel gemacht (beim 2:0 in Zagreb). In der Regionalliga jedoch erzielte der Linksaußen zehn Tore in 23 Spielen, legte vier Treffer auf. Hinter Douglas Costa, Kingsley Coman, Franck Ribery und Arjen Robben und dem eventuellen Neuzugang Ousmane Dembélé wird Green wohl kaum eine Chance bekommen. Eine erneute Leihe ist eine Option. Wechselwahrscheinlichkeit:  70 Prozent.

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Mario Götze.

Mario Götze: Das Sorgenkind der Saison heißt wohl Mario Götze. Wie geht es mit dem einstigen Wunderkind nach der Saison weiter? Bekommt er unter Carlo Ancelotti eine neue Chance? Oder ist seine Zeit in München nun endgültig vorbei? Nach seiner Verletzung im Oktober hat Götze erst drei Bundesliga-Spiele absolviert (beim 5:0 gegen Werder, beim 1:0 gegen Frankfurt und beim 3:1 in Stuttgart), hinzu kommt ein Fünf-Minuten-Einsatz gegen Benifca Lissabon im Viertelfinale der Champions League. Das Verhältnis zu Guardiola, der ihn zuletzt immer mehr ignorierte, ist nicht mehr das beste. Obwohl immer wieder Kritik an Götze geübt wird, sind seine Zahlen beim FC Bayern alles andere als schlecht. Als offensiver Mittelfeldspieler erzielte der WM-Finaltorschütze 34 Tore in 108 Spielen und bereitete 23 Treffer vor. Trotz alledem wird ein Abgang Götzes immer wahrscheinlicher. Wechselwahrscheinlichkeit: 50 Prozent.

Sturm

Robert Lewandowski (l.) und Thomas Müller.

Im Angriff dürfte es vorerst keine Veränderungen geben. Mit Robert Lewandowski und Thomas Müller hat der FC Bayern zwei überragende Angreifer. Auch der zukünftige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti hatte betont, dass beide Spieler um jeden Preis gehalten werden müssen. Abgänge sind trotz des Interesse von Manchester City und Real Madrid ausgeschlossen.

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