Ancelotti rotiert, Spieler zittern

Diesen Bayern-Stars droht die Ersatzbank

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Wird gegen Eindhoven rotieren: Bayern-Coach Carlo Ancelotti.

München - „Jetzt bloß nicht verlieren“, dürfte die Bayern-Devise vor dem Königsklassen-Duell gegen Eindhoven lauten. Nach der Pleite in Madrid ist der Rekordmeister zum Siegen verdammt - sonst droht dicke Luft.

„Ich werde Wechsel im Team vornehmen“, sagte Bayern-Coach Carlo Ancelotti nach dem mauen Remis seines Teams in Frankfurt sichtlich angesäuert. Ancelotti reicht‘s. Der sonst so entspannt wirkende Italiener wird nach den schwachen Auftritten zuletzt härter durchgreifen. Zu pomadig kamen seine Spieler in den vergangenen Partien daher. Die Ausbeute: Ein 0:1 beim Champions League-Mitfavoriten Atletico Madrid - und zwei Unentschieden in der Bundesliga gegen Köln und in Frankfurt

Jetzt soll rotiert werden beim Rekordmeister. Gegen Eindhoven am Mittwoch soll die Startelf durcheinander gewirbelt werden.

Die Frage ist dabei nur, wie viele Wechsel der dünne Bayern-Kader überhaupt hergibt. Der zuletzt schwer vermisste Kreativkopf Franck Ribéry fällt gegen Eindhoven definitiv aus, zudem sind Arturo Vidal, Javi Martinez, Juan Bernat und Douglas Costa weiter angeschlagen. Wer aus dem Quartett für die Startelf infrage kommt, wird sich erst zeigen.

Einzig der gegen Frankfurt von Beginn an geschonte Robert Lewandowski dürfte wieder in die erste Elf rücken - was zum nächsten Problem führt. Wohin mit Thomas Müller? Arjen Robben scheint auf der rechten Außenbahn gesetzt. Wenn Lewandowski statt Müller stürmt, muss der auf die Bank.

Alternativ wäre denkbar, dass Ancelotti sein geliebtes 4-3-3 etwas aufweicht und Müller auf die falsche Neun hinter Lewandowski stellt. Leidtragender dann: Einer aus dem Duo Xabi Alonso/Thiago. Weil Joshua Kimmich unter Ancelotti hoch angesehen ist, bliebe auf der Doppel-Sechs nur Platz für Alonso oder Thiago. Auch möglich, aber unwahrscheinlich: Robben rückt auf links, Müller auf rechts - Coman rotiert raus.

Es wird sich zeigen, wie Ancelotti sich entscheidet. Klar ist nur: Gegen Eindhoven wird nicht dieselbe Elf starten wie noch in Frankfurt. Und: Wenn sich das Lazarett lichtet, dürfte der Konkurrenzkampf in der Startelf bald noch härter werden.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge wetterte nach dem 2:2 gegen Frankfurt ungewohnt scharf. Verliert man gegen Eindhoven, ist die Bayern-Krise perfekt. Egal mit welchem Personal - gegen Eindhoven muss ein Sieg her. Andernfalls brennt der Baum an der Säbener Straße so richtig.

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