FCB-Star gibt tiefe Einblicke

Costa spricht über seine schlimmste Zeit

Douglas Costa, FC Bayern, Training, Säbener Straße
+
Douglas Costa war auch über die Feiertage ein Trainingsweltmeister.

München - Kaum einer kannte Douglas Costa, ehe er zum FC Bayern wechselte. Dort startete der Brasilianer voll durch. Er spricht über seinen Trainingsfleiß und schlimmere Erfahrungen in der Vergangenheit.

Douglas Costa ist der Durchstarter der Hinrunde. Von den Bundesliga-Kollegen ist der Neuzugang des FC Bayern zum besten Spieler der ersten Halbserie gewählt worden. Und seine Statistik kann sich auch sehen lassen: Wettbewerbsübergreifend war er an 19 Toren beteiligt. Fünfmal netzte er selbst ein, 14 weitere Treffer bereitete er vor.

Doch an Zurücklehnen denkt der Brasilianer nicht. Auch in seiner Heimat arbeitet Costa an seiner Fitness. Und das sogar spätnachts. Mit seinem persönlichen Fitnesstrainer und Freund. "Wir können auch in der Nacht ins Gym gehen. Für einen Brasilianer ist das schon von Vorteil", erzählt der 25-Jährige in der "Sport Bild".

Costa fehlte, um seinen Körper eine Pause zu gönnen

Trotz seines guten Fitnesszustandes verpasste der Turbo-Dribbler die letzten Spiele der Münchner. "Am Ende der Hinrunde habe ich gemerkt, dass mein Körper eine Pause braucht", sagte Costa und gibt Entwarnung: "Ich hatte aber keine schlimme Verletzung. In Absprache mit den Ärzten haben wir gesagt: Lieber jetzt ein paar Spiele pausieren, als im Saison-Endspurt, wenn es um die Trophäen geht, auszufallen."

Und das ist das große Ziel: Titel sammeln. Am besten alle drei, speziell die Champions League soll im Mai in der Vitrine stehen, auch für Pep Guardiola. Vom spanischen Coach schwärmt Costa in höchsten Tönen. "Er kann mir in einer Stunde mehr beibringen als andere in einem Jahr. Er hat mir völlig neue Möglichkeiten offenbart", sagte er. Dass Guardiola ein großer Faktor für den Wechsel war, gibt der Brasilianer offen zu. Trotzdem werde er den Münchnern auch nach dessen Abgang treu bleiben. "Ich habe den Klub kennengelernt: die Wärme, die Professionalität, die Mitarbeiter, die Fans", ist Costa vom FCB begeistert. "Ich fühle mich unglaublich wohl. Ich denke keine Sekunde daran, Bayern zu verlassen." Ein Satz, den die Fans gerne hören werden. Schließlich hat sich Costa mit seinen unnachahmlichen Tempo-Vorstößen und seiner filigranen Technik sehr schnell in die Herzen der Anhänger gespielt.

Sollte am Ende wirklich das Triple herausspringen, wird es natürlich eine große Party am Marienplatz geben. Allerdings ohne Alkohol für Costa. Er hat schlimme Erfahrungen gemacht. "Mein Vater trank jahrelang, auch zu Hause, und wurde aggressiv", erzählt er. "Aber: Vor zehn Jahren hörte mein Vater auf. Er hat seitdem keinen Schluck mehr getrunken." Deswegen ist er jetzt unheimlich stolz auf ihn.

Stolz ist Costas Vater auf seinen Sohnemann bestimmt auch. Besonders wenn Douglas nach der Winterpause seine starke Form der Hinrunde findet und maßgeblich Anteil an möglichen Erfolgen des FC Bayern haben wird.

Michael Sapper

Michael Sapper

E-Mail:michael.sapper@merkur.de

Google+

auch interessant

Meistgelesen

So sehen Sie das Spiel SpVgg Landshut gegen den FC Bayern München live im Stream
So sehen Sie das Spiel SpVgg Landshut gegen den FC Bayern München live im Stream
FCB-USA-Ticker: Besonderer Support für Bayern-Star Philipp Lahm
FCB-USA-Ticker: Besonderer Support für Bayern-Star Philipp Lahm
USA-Tour: Bayern-Pleite im Elfmeterschießen
USA-Tour: Bayern-Pleite im Elfmeterschießen
Ribéry tritt nach: Guardiola "fehlt Erfahrung"
Ribéry tritt nach: Guardiola "fehlt Erfahrung"

Kommentare