Der Finanzvorstand des FC Bayern

Dreesen: Kein 100-Millionen-Transfer in Planung

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Jan-Christian Dreesen ist der Finanzvorstand des FC Bayern.

München - Einen 100-Millionen-Euro-Transfer wird es in absehbarer Zukunft beim FC Bayern nicht geben. Nicht nur das gab Jan-Christian Dreesen in einem Interview mit dem Münchner Merkur bekannt.

Fußball-Rekordmeister Bayern München plant auch in absehbarer Zukunft keinen 100-Millionen-Euro-Transfer a la Real Madrid. „So etwas kann ich mir hier und heute nicht vorstellen“, sagte Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen dem Münchner Merkur.

Leisten könne es sich der Verein, „aber ist so ein Einkauf sinnvoll? Aus meiner Sicht bei uns nicht. Wenn du nur in den einen Superstar investierst, holst du dir meines Erachtens oft auch viele neue Fragen ins Haus, die das nicht rechtfertigen: Neid, Unruhe, Diskrepanz im Kader. Das steht nicht dafür.“

Finanziell sei der Verein aber kerngesund. „Wir haben den Umsatz wieder gesteigert“, berichtete Dreesen: „Letztes Jahr lag er bei 434 Millionen Euro, insofern dürfen Sie von einem neuen Rekord ausgehen. Das zurückliegende Jahr hat nicht nur den Sportvorstand, sondern auch den Finanzvorstand sehr glücklich gemacht, das kann ich Ihnen verraten.“

Der Verein muss nicht sparen

Auch sparen müsse der Verein nicht. Der Rotstift komme nur „zum Einsatz, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Die Kunst ist, das Kind gar nicht erst in den Brunnen fallen zu lassen. Rotstift ist deshalb bei uns tatsächlich nicht nötig, aber vorausschauend wirtschaften lautet dennoch das Motto.“ Nur wenn der sportliche Erfolg auf Dauer ausbliebe, „müssten wir unser Kostenprofil anschauen“, so Dreesen, der aber erläuterte: „Wir wachsen an beiden Seiten - und solange die Einnahmenseite schneller wächst als die Kostenseite, hat der Finanzvorstand kein Problem. Genau das ist der Fall.“

Für eine Rückkehr des derzeit inhaftierten Ex-Präsidenten Uli Hoeneß ins Vereinsgeschäft ist der Finanzvorstand offen. „Wie und was er konkret plant, kann ich nicht beurteilen“, sagte Dreesen, der mit Hoeneß „seit seinem Haftantritt nicht mehr gesprochen“ hat: „Wenn er etwas beim FC Bayern machen möchte, ist es doch ganz logisch, dass er seinen Platz hier findet. Das hat ja nie jemand infrage gestellt.“

FC Bayern soll "die erste Geige" spielen

Auf die Frage, wo er den FC Bayern in 20 Jahren sehen möchte, sagte der 47-Jährige: „Am schönsten wäre es, wenn, egal wo auf der Welt Sie sind und Fußball schauen möchten, Sie den Fernseher einschalten und den FC Bayern sehen. Ich wünsche mir, dass wir im Konzert der Großen auch in zehn Jahren eine große Rolle spielen - am besten die erste Geige.“

Das ganze Interview mit Jan-Christian Dreesen lesen Sie am morgigen Samstag in der Print-Ausgabe des Münchner Merkur.

SID

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