BVB könnte herankommen

Druck vor dem Dortmund-Spiel: Wie geht Bayern damit um?

Arjen Robben, FC Bayern
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Arjen Robben und seine Kollegen vom FC Bayern sind Druck gewohnt.

München - Eine Niederlage in Dortmund am Samstag - und der FC Bayern muss im Saisonendspurt nochmal mächtig Gas geben, um den vierten Meistertitel in Folge einzufahren. Wie geht der Rekordmeister mit der Drucksituation um?

Der 2:0-Erfolg in Wolfsburg markierte für den FC Bayern den Beginn der Englischen Woche. "Wenn wir die anderen Spiele diese Woche auch gewinnen, können wir definitiv von der Meisterschaft sprechen", frohlockte Kapitän Philipp Lahm. Doch der Plan ging schon mal gründlich schief.

Rummenigge: "Wir dürfen in Dortmund nicht verlieren"

Durch das 1:2 gegen Mainz 05 am Mittwochabend hat der FC Bayern Verfolger Borussia Dortmund wieder in Schlagdistanz kommen lassen. Fünf Punkte trennen die beiden Mannschaften aktuell - sollte der BVB am Samstagabend sein Heimspiel gegen den Tabellenführer gewinnen, wären es nur noch zwei Zähler Differenz und das Titelrennen wieder völlig offen."Ein Sieg wäre schön gewesen. Denn wenn wir mit acht Punkten Vorsprung nach Dortmund gefahren wären, wären wir etwas entspannter gewesen mit Blick auf die Tabelle", analysierte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge die Folgen der Heimniederlage gegen die 05er: "Das wird jetzt natürlich ein Spiel, wo wir sicherlich nicht verlieren dürfen."

Bayern - Dortmund: So endeten die vergangenen Duelle

Der FC Bayern hat sich in eine Drucksituation gebracht, die viele schon gar nicht mehr erwartet hatten. Kennt der Rekordmeister diese Drucksituation überhaupt noch? Gefühlt ist die Mannschaft von Pep Guardiola schon seit Wochen Meister. Fußball-Deutschland war sich einig: Die Münchner Ausnahmekönner schweben in anderen Sphären und sind der Konkurrenz meilenweit enteilt. Landauf, landab ging es nicht mehr um die Frage, OB der FC Bayern den vierten Meistertitel in Folge einfährt, sondern nur noch darum, WANN.

Doch jetzt sind Philipp Lahm & Co. wieder gefordert. Mit Spannung erwartet wird die Reaktion des Rekordmeisters auf diese Ausgangslage. Wackeln die Bayern gegen bärenstarke Dortmunder Verfolger? Oder zeigt Peps Truppe gegen den BVB ihr wahres Gesicht?

Druck für den FC Bayern in der Regel kein Problem

Vieles spricht für letztere Option. Denn wenn die Bayern in dieser Saison bislang gefordert waren, überzeugten sie mit Spitzenleistungen und -ergebnissen. Zum Beispiel das Heimspiel in der Hinrunde gegen die Schwarz-Gelben. Der BVB kam als Tabellenführer in die Allianz Arena und schien dem Rekordmeister die Vormachtstellung in der Bundesliga wieder streitig machen zu wollen. Was folgte, war eine Demonstration der Stärke: Mit 5:1 fiedelten die Roten die Dortmunder ab und verwies den aufmüpfigen Konkurrenten in die Schranken.

Als zweite exemplarische Vorführung, wie die Münchner auf extreme Drucksituationen reagieren, kann das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League bei Juventus Turin herhalten. Aufgrund des Ausfalls aller etatmäßigen Innenverteidiger war im Vorfeld hinter vorgehaltener Hand gemunkelt worden, dass es bei der Alten Dame richtig was auf die Mütze geben könnte. Nach dem Schlusspfiff waren alle Kritiker eines Besseren belehrt: 60 Minuten lang beherrschte der FC Bayern den italienischen Rekordmeister in dessen eigener Arena. Lediglich zwei Unachtsamkeiten trübten den Gesamteindruck.

Die Fans der Roten dürfen also einigermaßen entspannt auf das Gipfelduell am Samstag schauen. Wenn es darauf ankommt, liefert der FC Bayern. Oder wie es Torjäger Robert Lewandowski nach dem verlorenen Mainz-Spiel zusammenfasst: "Im Fußball gibt es manchmal solche Spiele. In Dortmund werden wir anders auftreten."

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