Traurige Geschichte steckt dahinter

Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen

München - Ryan Gibson ist ein absoluter Super-Fan des FC Bayern. Das ist auch kaum zu übersehen - denn in einem seiner Augen prangt das Bayern-Logo.

Dieser Bayern-Fan sticht sofort ins Auge - und zwar wortwörtlich. Weil er wegen einer schweren Krankheit sein Augenlicht auf der rechten Seite verloren hat, ließ sich Ryan Gibson aus den USA etwas besonders Originelles einfallen: Er ließ sich ein Glasauge anfertigen, das anstatt Iris und Pupille das Logo des FC Bayern zeigt.

"Es ist handgemalt, was extrem schwierig ist - viel schwieriger, als es vielleicht aussieht. Seht Euch nur die Details an", sagte er Goal.com. Schließlich könne sich jeder Fan ein Bayern-Tattoo stechen lassen. "Aber es ist nicht alltäglich, dass man den Klub sogar auf dem Auge trägt."

Sein Auge verlor der 33-Jährige durch ein Augenmelanom, eine seltene Krebs-Erkrankung. Zunächst habe er eine Bayern-Augenklappe getragen, nun wurde diese eben durch die Sonderanfertigung ersetzt. Doch so einfach ging das nicht, denn zunächst habe Gibson die Erlaubnis der Bayern einholen müssen, da die Rechte am Logo ja bei dem Verein liegen. "Ich bin in ihr Büro in New York gegangen. Die Jungs in München waren total überrascht, das war doch ein etwas ungewöhnliches Anliegen", erzählt Gibson. Doch schlussendlich sei der Verein sehr hilfsbereit gewesen.

Gibson leitet Fan-Club in USA

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Gibson, dessen Vater Sohn eines US-Soldaten ist und in Deutschland auf die Welt kam, habe allerdings noch kein Spiel seines Lieblingsvereins live gesehen. Im Sommer aber soll sich das ändern. Dann nämlich reisen die Bayern in die USA und duellieren sich unter anderem in Charlotte (North Carolina) mit Inter Mailand. Dann wird auch Ryan Gibson, der den ortsansässigen Fan-Club leitet, mit dabei sein.

Mit seinem Glasauge à la FC Bayern will der ehemalige Navy-Soldat aber nicht nur auf seinen Herzensklub aufmerksam machen - sondern ganz speziell auch auf seine Krankheit. "Es erhöht die Alarmbereitschaft vor dem Augenkrebs. Das ist eine seltene Krankheit, die sogar unwahrscheinlicher ist als der Premier-League-Titel für Leicester."

tz

Rubriklistenbild: © Screenshot F acebook/FC Bayern Munich

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