Provokativer Spruch

Fan-Aufstand gegen Pep? Was hinter der Plakat-Aktion steckt

FC Bayern, Darmstadt 98, Fan-Plakat
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"Dere Darmstadt. Pep war eh nie unser Ding" - stand auf dem Plakat im Bayern-Fanblock.

München - Pep Guardiola wird im Sommer den FC Bayern nach drei Jahren verlassen. So richtig geliebt wie Hitzfeld oder Heynckes wird er von den roten Anhängern nicht. Der Hauptgrund für ein "Anti-Pep-Plakat" im Fanblock ist aber ein anderer.

Das gab's noch nie, dass ein Trainer freiwillig den FC Bayern verlässt beziehungsweise das Angebot zur Vertragsverlängerung ausschlägt. Pep Guardiola hat's aber trotzdem getan - ab Sommer sitzt der Spanier auf der Trainerbank von Manchester City.

Vielleicht ist auch das ein Grund, warum das Verhältnis zwischen dem spanischen Starcoach und den Anhängern des deutschen Rekordmeisters nie richtig warm und ausgeprägt war. Zu viele Narben verursachte Guardiola bei der roten Fanschar, als er Vereinsidole wie Bastian Schweinsteiger oder Arztlegende Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt abservierte.

Fan-Plakat: "Pep war eh nie unser Ding"

Den Heldenstatus seiner Vorgänger Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld wird der unnahbare Katalane höchstens erreichen, wenn er den FC Bayern als Triplesieger verlässt. Aber selbst dann werden ihm vermutlich niemals alle Sympathien der FCB-Anhänger uneingeschränkt zuteilwerden.

Die Beziehung zwischen dem Trainer und den FCB-Fans drückte dann auch ein Plakat aus, was während des Bundesliga-Heimspiels gegen Darmstadt 98 auf der Südtribüne der Allianz Arena auftauchte (siehe Foto oben). "Dere (Abkürzung für die bayrische Begrüßungsformel "Habe die Ehre"; Anmerk. d. Red.)  Darmstadt. Pep war eh nie unser Ding" stand dort in roten Lettern zu lesen.

Pep ist nicht gleich Pep

Doch was auf den ersten Blick wie eine Geringschätzung des Wirkens Guardiolas an der Säbener Straße wirkt, hat noch einen ganz anderen Hintergrund. Die Bayern-Fans reagierten mit Humor auf ein Plakat, das beim Hinrundenspiel der beiden Klubs in Darmstadt 98-Fanblock zu lesen war. "Unser Weed ist besser als euer Pep" witzelten damals die dem Marihuana-Konsum geneigten Darmstadt-Fans in Anspielung auf den Vornamen des Bayern-Trainers. "Pep" kursiert in der Drogenszene nämlich als Bezeichnung für illegal hergestelltes Amphetamin.

Das Plakat im Bayernblock liest sich also erstmal nur als Absage an den Konsum synthetisch hergestellter Aufputschmittel. Doch um die Zweideutigkeit des Schriftzugs zu vermeiden, der eben auch auf das nicht hundertprozentig innige Verhältnis zwischen Guardiola und den Fans des FC Bayern anspielt, hätten die Anhänger sicherlich auch mit anderer Wortwahl formulieren können.

Eine 1, eine 5! Noten & Bilder zu Bayerns Sieg gegen Darmstadt

tz

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