Sportchef nimmt den Ösi unter die Lupe

Vorsicht, Bayern! Barca beobachtet Alaba

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David Alaba steht beim FC Bayern noch bis 2018 unter Vertrag.

München - David Alaba ist mit seinen 23 Jahren absoluter Stammspieler beim FC Bayern. Doch fast nie darf er auf seiner Wunschposition ran. Droht deshalb ein Abgang des Österreichers? Der FC Barcelona streckt schon mal seine Fühler aus.

Der deutsche "Clasico" zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern elektrisierte die Fußballfans nicht nur in Deutschland. In 208 Ländern wurde die Begegnung der beiden besten deutschen Klubs übertragen - auch Spanien war dabei. Doch Ariedo Braida zog es vor, sich das Topspiel live vor Ort im Dortmunder Signal Iduna Park anzuschauen.

Barca-Sportdirektor beobachtet David Alaba

Brisant wird diese Nachricht durch die Tatsache, dass es sich bei dem 69-jährigen Herrn um den Sportdirektor des FC Barcelona handelt. Und wie die Bild berichtet, saß Herr Braida nicht nur aus reiner Fußballlust im Stadion, sondern um potenzielle neue Spieler für die Katalanen zu beobachten. Aus dem Dortmunder Kader sind offenbar Pierre-Emerick Aubameyang und Ilkay Gündogan ein Thema. Ein Objekt der Barca-Begierde soll außerdem David Alaba sein. Muss der FC Bayern um den Abgang des Österreichers fürchten?

Der heute 23-Jährige kam 2008 zum deutschen Rekordmeister, bereits als 17-Jährigen setzte ihn der damalige Bayern-Coach Louis van Gaal bei den Profis ein. Inzwischen ist der Linksfuß nicht mehr wegzudenken aus der Startelf der Roten, nur wenige Akteure aus dem Starensemble haben ihren Stammplatz so sicher wie Alaba. Also alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Alaba: Ich sehe mich im Mittelfeld"

Nicht ganz. Denn Alaba spielt beim FC Bayern selten bis nie auf der Position, auf der er sich selbst am liebsten sieht: im zentralen Mittelfeld. Stattdessen liefert er Spieltag für Spieltag Weltklasse-Leistungen als linker Außenverteidiger ab. Oder hilft aktuell mit Bravour in der durch Verletzungen gebeutelten Innenverteidigung des Tabellenführers aus. Alaba ist das, was in der Fußballersprache neuerdings polyvalent heißt: also ein flexibel einsetzbarer Spieler. Was den Trainer freut, muss aber dem Kicker selbst nicht immer gefallen. "Es ist ja das Ziel eines jeden Spielers, zu den Besten zu gehören. Ich sehe mich in der Zukunft im Mittelfeld, das ist kein Geheimnis", lautet Alabas Selbstverständnis.

Ist das vielleicht der Grund, warum Albas bis 2018 laufender Vertrag beim Rekordmeister bislang noch nicht verlängert wurde? Laut Bild stocken derzeit die Gespräche über eine Ausweitung des Arbeitspapiers. Gut möglich, dass auch Alaba wie Mario Götze erst einmal das Gespräch mit dem künftigen Bayern-Coach Carlo Ancelotti suchen will, bevor er sich langfristig an den FC Bayern binden will.

An anderen möglichen Arbeitgebern für den österreichischen Nationalspieler mangelt es jedenfalls nicht. Neben dem FC Barcelona wurde zuletzt auch Manchester City als mögliche nächste Station Alabas genannt.

Denis Huber

Denis Huber

E-Mail:denis.huber@merkur.de

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