Emotionale Rückkehr für Coach Guardiola

Bayern hofft gegen Barca auf den Maskenmann

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Auf Robert Lewandowski hofft der FC Bayern gegen Barcelona.

Barcelona - Im Fußball-Tempel Camp Nou steigt zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern das zweite Halbfinale der Champions League. Für Pep Guardiola wird es ein Abend der großen Gefühle.

Bayern gegen Barça - das Kribbeln vor dem Champions-League-Spektakel zweier Fußball-Giganten wird von Stunde zu Stunde größer. Zieht der FC Bayern wie 2013 beim 4:0 und 3:0 gegen die Katalanen wieder ins Finale um Europas Krone ein oder ist die Wunder-Offensive Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez auch für den deutschen Rekordmeister eine Nummer zu groß?

Besondere Emotionen: Schon als Pep Guardiola zur Pressekonferenz ins Stadion Camp Nou zurückkehrte, war der spanische Starcoach tief berührt. „Es ist wunderschön, hierher zurückzukommen“, gestand der 44-Jährige, der in Barcelona von seiner Familie begleitet wird. Noch intensiver werden die Gefühle und Emotionen werden, wenn der Ball am Abend (20.45 Uhr) im katalanischen Fußball-Tempel rollt. Ob er bei Bayern-Toren jubeln werde? Wenn eins falle, werde er zufrieden sein. Aber sein Respekt vor Barcelona hinge nicht vom Jubeln ab, sagte Guardiola.

Wundersames Sturmtrio: 108 der insgesamt 159 Barça-Tore in allen Saison-Wettbewerben haben die fantastischen Drei erzielt: Lionel Messi, Neymar und Luis Suárez sind nur im Kollektiv aufzuhalten. „Messi ist nicht zu stoppen. Es gibt kein Defensivsystem, das ihn stoppen kann. Er ist einfach zu gut“, warnte Guardiola sogar. Doch sein Matchplan wird auch das berücksichtigen.

Weltmeisterlicher Rückhalt: Das macht den Bayern Mut. Noch nie kassierte Manuel Neuer ein Tor gegen Lionel Messi - auch nicht beim Triumph der DFB-Elf über Argentinien im WM-Finale. „Gerade bei solchen Spielern ist es so, dass man sie aus dem Effeff kennt“, sagte der Welttorhüter. Von seiner gewohnten Spielvorbereitung, seinen bewährten Automatismen werde er auch in der Einstimmung auf die offensive Supermacht nicht abrücken, betonte Neuer.

Bedeutsame Maske: Ist Robert Lewandowski dabei? Die Entscheidung über den Einsatz des im Gesicht verletzten polnischen Nationalspielers wird Pep Guardiola letztendlich wohl erst im Tagesverlauf treffen. Stürmer und Trainer zeigten sich am Tag vor dem Königsklassen-Knaller zuversichtlich. Beim Abschlusstraining stand Lewandowski mit der furchteinflößenden Maske auf dem Platz. „Ich brauche elf Spieler mit hundert Prozent. Ich will wissen, welches Gefühl er mit der Maske hat“, kündigte Guardiola ein klärendes Gespräch mit dem Polen an.

Forsche Taktik: Der FC Bayern hat reichlich personelle Probleme. Robben, Ribéry, Alaba, Badstuber, Rode - klangvolle Namen fehlen bei den Münchnern. Die Ausfälle in der Offensive schmerzen besonders. Und trotzdem soll angegriffen werden. „Wir müssen ein Tor schießen. Es ist fast unmöglich, hier nur zu verteidigen“, erklärte Guardiola.

Starke Bilanz: Fünf Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage - die Statistik gegen Barça kann den Bayern Mut machen. Vor zwei Jahren fegten die Münchner Barcelona sogar mit 4:0 und 3:0 vom Platz. Gutes Omen: Im Halbfinale kam der FC Bayern gegen den FC Barcelona schon zweimal weiter - und holte beide Male danach auch den Titel: 2013 in der Champions League, 1996 im UEFA-Pokal.

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dpa

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