Ancelotti baut auf Flügelflitzer

Ribéry glücklich: "Dann fresse ich Gras für den Trainer"

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Franck Ribéry strotzt nur so vor Selbstvertrauen.

München - Franck Ribéry ist begeistert von Carlo Ancelotti. Die emotionale Herangehensweise des Italieners liegt dem filigranen Techniker. Das sieht man sowohl auf als auch neben dem Platz.

Gerade einmal zwei Wochen läuft die Vorbereitung des FC Bayern unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti - doch eines lässt sich jetzt bereits festhalten: Franck Ribéry ist zurück. Der Franzose, dem ein abgekühltes Verhältnis zu Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola nachgesagt wird, braucht ein emotionales und vertrautes Verhältnis zu seinem Trainer, um Topleistungen abrufen zu können: "So bin ich. Man muss mir das Fußballspielen nicht mehr beibringen. Es kommt auf Dinge wie Vertrauen, Respekt und Nähe an, dann kann ich nicht nur 100 Prozent geben, sondern 150 Prozent."

Wer die beiden Testspiele des FC Bayern gegen Landshut und Manchester City beobachtet hat, weiß, was Ribéry damit meint. Der 33-Jährige bestach in beiden Spielen mit einer unglaublichen Präsenz, zeigte sich nicht nur auf den Außenbahnen, sondern holte sich die Bälle auch immer wieder hinten ab und trieb so das Spiel seiner Mannschaft an. Doch es sind nicht nur die Fitness und der Spielwitz, durch die Ribéry besticht - auch neben dem Platz scheint er wieder ganz der Alte zu sein. Er lacht viel, macht seine altbekannten Späße und sorgt so unter seinen Mannschaftskollegen für gute Laune. Ganz wie früher.

Ribéry: Ancelotti ist genau der richtige Trainer

Dass Ribérys Ausstrahlung wesentlich mit dem Trainerwechsel von Guardiola zu Ancelotti zu tun hat, ist ein offenes Geheimnis. Als der Katalane, der nun Trainer des Scheich-Clubs Manchester City ist, am vergangenen Mittwoch in München zugegen war, gab es zwischen dem französischen Starkicker und seinem Ex-Trainer noch nicht einmal eine Begrüßung.

Doch Ribéry lässt die Vergangenheit ruhen und hat für seinen neuen Trainer gleich einen ganzen Strauß voll lobender Worte parat: "Unter Ancelotti spüre ich endlich wieder Vertrauen. Er ist ein großartiger Trainer. Ich brauche Menschen wie ihn, Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld." Und dass diese Wertschätzung auf Gegenseitigkeit beruht, zeigte Ancelotti am vergangenen Mittwoch auf einer Pressekonferenz: "Ribéry ist ein fantastischer Spieler. Ich mag seinen Stil, mag es, wie er fokussiert ist. Er kann noch sehr wichtig werden für uns. Er hat große Qualität und Erfahrung."

Ribéry: "Brauche das Vertrauen"

Das geht runter wie Öl. Dass der "Monsieur" seine Launen nicht kaschieren kann, ist derweil bekannt. Passt ihm etwas nicht, dann zeigt er es. Doch fühlt er sich wohl, dann zeigt er es auch. Und er sagt es auch, so wie jetzt: "Ich brauche dieses Vertrauen, um meine Stärken auszuspielen. Dann fresse ich Gras für den Trainer. Ich bin froh, dass er da ist, denn er ist genau der richtige Trainer für uns", sagt Ribéry. 

Nachdem es vor sieben Jahren nicht zu einer Zusammenarbeit zwischen dem Franzosen und Ancelotti gekommen war - damals wollte der Italiener den Zauberfuß zum FC Chelsea lotsen - freut sich Ribéry nun auf eine tolle Saison: "Mit Ancelotti können wir Großes schaffen. Ich freue mich schon sehr darauf, dass es endlich losgeht."

Bayerns dritter Testspielsieg in Landshut in Bildern

Stefan Matern

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