"No Gazprom": Bayern-Fans äußern sich

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Das Transparent in der Südkurve.

München - Die Fans des FC Bayern haben mal wieder von der freien Meinungsäußerung gebrauch gemacht und sich während des Wolfsburg-Spiels von einem möglichen Engagement vom Öl-Riesen Gazprom bei ihrem Verein distanziert.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr, als Teile der Bayern-Fans gegen einen Wechsel von Manuel Neuer vom FC Schalke zu den Bayern protestierten ("Koan Neuer"), taten einige hartgesottene Bayern-Fans ihrem Unmut über ein mögliches Engagement des russischen Öl-Giganten Gazprom beim FC Bayern kund. Während des Spiels war direkt hinter dem Tor in der Südkurve ein Transparent mit der Zeile "No Gazprom" zu lesen.

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Anfang des Jahres hatte Bayern-Präsidet Uli Hoeneß Verhandlungen mit dem umstrittenen Unternehmen bestätigt. So soll es zu einem Treffen zwischen Gazprom-Verantwortlichen sowie den Bossen des FC Bayern gekommen sein, wobei erste Sondierungsgespräche geführt worden seien.

Obwohl die Gazprom-Delegation bereits Ende Dezember in München gewesen sein soll: Der Fan vergisst nicht! Und so nutzten einige vehemente Gegner eines möglichen Deals das erste Heimspiel des neuen Jahres, um ihre Ablehnung gegen eine Kooperation deutlich zu machen. Die Vergangenheit mit dem Beispiel Manuel Neuer hat allerdings gezeigt, dass der Einfluss der Fans im millionenschweren Fußball-Business ziemlich gering ist ...

Unterdessen gab es für die Bayern-Fans in der Südkurve beim ersten Spiel des neuen Jahres einige Änderungen. So hat der Verein die Hintertornetze abgenommen, was den Fans eine bessere Sicht auf das Spielfeld ermöglichen soll. "Wir bitten Sie deshalb um Fairness und sportliches Verhalten. Unterlassen Sie es, Gegenstände in den Innenraum zu werfen. Sollte dies nicht gelingen, müssten wir die Hintertornetze wieder hochziehen. Dies wäre nicht in Ihrem und unseren Sinn", schreibt der Verein auf seiner Webseite.

Weniger erfreulich für die Fans dürfte sein, dass der Klub die Begrenzungszäune der Blöcke 112/113 von 1,10 Meter auf 2,20 Meter erhöht hat. Dies geschah nach Angaben des Vereins deshalb, weil viele Fans die Zäune in der Vergangenheit überstiegen hatten, um eine bessere Sicht auf das Spielfeld zu haben.

wi

Gregory Straub

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz.de

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