Lohnabrechnung des FCB-Stars bei WhatsApp

Update: Das ist der Gehaltszettel von Medhi Benatia

München - Ärger für Mehdi Benatia und den FC Bayern: Ein Gehaltszettel des Abwehrstars ist illegalerweise bei WhatsApp aufgetaucht. Die Polizei ermittelt, der Klub zieht ebenfalls Konsequenzen.

UPDATE 20. Januar 2016: Inzwischen ist definitiv bestätigt, dass

Dieses Foto (ohne schwarze Balken) von Medhi Benatias Gehaltsabrechnung kursiert derzeit bei WhatsApp.

der Gehaltszettel von Bayern-Verteidiger Medhi Benatia über WhatsApp verbreitet wurde. Auch unserer Onlineredaktion wurde die abfotografierte Lohnabrechnung zugespielt (siehe Foto rechts). Aus datenschutzrechtlichen Gründen mussten sämtliche Angaben geschwärzt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde das Bild in einem Auto geknipst, zu sehen sind ein Schaltknüppel sowie der Daumen einer linken Hand, die den Gehaltszettel Benatias hält. Der Marokkaner behauptet, er habe das Dokument gefaltet in seinem Handschuhfach aufbewahrt. Die Polizei geht allerdings nicht davon aus, dass sich jemand unberechtigterweise Zugang zu Benatias Wagen verschafft hat. "Von Einbruch ist nicht die Rede", bestätigt Polizeisprecher Oliver Timper. Das von der "Sportbild" angenommene Jahresgehalt bewegt sich nach Studium des Gehaltszettels tatsächlich in etwa im angenommenen Bereich (siehe unten). Laut Informationen der "Bild" verteilt der FC Bayern inzwischen die Lohnabrechnungen seiner Stars nicht mehr in der Kabine, um solche Nachlässigkeiten zu vermeiden. Stattdessen werden die vertraulichen Dokumente per Kurier nach Hause geliefert.

Ursprungsartikel:

Zum Rückrundenauftakt gegen den Hamburger SV am kommenden Freitag steht Medhi Benatia nicht zur Verfügung. Der marokkanische Verteidiger des FC Bayern muss - mal wieder - wegen einer Muskelverletzung aussetzen. Doch die Blessur ist nicht das einzige Ärgernis, mit dem sich der 28-Jährige derzeit herumschlagen muss.

Benatias Lohnzettel abfotografiert und per WhatsApp verschickt

Wie die "Sportbild" in einer Vorabmeldung berichtet, ist eine Gehaltsabrechnung des Abwehrspielers des Rekordmeisters in den sozialen Medien aufgetaucht. Der Lohnzettel Benatias für den Monat November 2015 hat seinen Weg zu WhatsApp gefunden, die Münchner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Offenbar hat eine den Behörden noch unbekannte Person das vertrauliche Dokument abfotografiert und über die Nachrichten-App verbreitet. "Der Lohnzettel wurde im Fahrzeug gefunden“, zitiert die "Sportbild" Polizeisprecher Gottfried Schlicht.

Sechs Millionen Jahresgehalt für Benatia?

Die fürstliche Entlohnung des kickenden Personals zählt zu den bestgehüteten Geheimnissen des Profifußballs, meist kann über das Jahressalär nur spekuliert werden. Wie der Bayern-Reporter des Sportmagazins berichtet, streicht Benatia demnach pro Jahr sechs Millionen Euro ein.

Neben dem Gehalt enthält der Lohnzettel selbstredend noch weitere vertrauliche Informationen: Ebenso wie die Privatanschrift sind demnach auch Steuer-Identifikationsnummer und Kontonummer des Bayern-Stars an die Öffentlichkeit geraten - folglich liegt eine strafbare Handlung vor. "Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz", erläutert Polizeisprecher Schlicht.

Ob jemand in den Wagen eingebrochen ist oder der Gehaltszettel durch die Scheibe abfotografiert wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Erfreut sein über den Vorgang dürften aber weder der Profi selbst noch sein Arbeitgeber, der FC Bayern.

Rubriklistenbild: © AFP/fkn

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