Lewandowski-Nachfolger gesucht?

Elber: "Bayern braucht keinen Higuaín!"

Giovane Elber
+
Giovane Elber.

München - Giovane Elber nimmt Robert Lewandowski in Schutz. Geht es nach dem Brasilianer, schaden die Gespräche über das angebliche Interesse an Gonzalo Higuaín nur.

Langsam wird’s eng für Giovane Elber. Mit 133 Toren ist der Brasilianer hinter Claudio Pizarro (179) der Ausländer mit den zweitmeisten Treffern der Ligageschichte – Robert Lewandowski ist aber in Lauerstellung. Sein Doppelpack beim 2:1 in Hamburg waren seine Tore 107 und 108 in der Bundesliga. Am Sonntag gegen Hoffenheim (17.30 Uhr, Sky), will er nachlegen. Für Elber, 43, wäre es auch kein Problem, wenn er bald von Lewy überholt wird. Der tz  sagt Elber: „Wenn er mich einholt, trinken wir ein Glas Champagner und dann sage ich ihm: Junge, du hast es geschafft, du bist ein guter Fußballer.“

Möglich ist aber auch, dass Lewy bald gar nicht mehr in der Bundesliga ist. Seit Monaten wird der 27-Jährige mit Real Madrid in Verbindung gebracht, sein Berater Cezary Kucharski wurde sogar auf der VIP-Tribüne des Estadio Santiago Bernabéu gesichtet. Laut einem Bericht des Independent habe er sich für eine Zukunft beim weißen Ballett entschieden. Wie das englische Blatt berichtet, soll Lewandowski die Angebote von City, United und Chelsea ausgeschlagen haben. Aufgrund der FIFA-Sperre gegen Madrid könnte er aber erst 2017 wechseln.

Elber versteht, dass sich die Klubs nur so reißen um Lewandowski. „Wenn man hier gut spielt, ist es normal, dass man von anderen Vereinen umworben wird, vor allem aus Spanien oder England. Dort wird mit Fernsehen ja so viel Kohle verdient, dass die Bundesliga nicht mithalten kann“, sagt der Champions-League-Sieger von 2001. Er hat aber zugleich einen Rat an die Tormaschine der Roten parat: „Ich würde bei Bayern bleiben. Hier weiß er, was er alles hat. Er kennt die Mentalität, die Sprache und weiß, wie man hier spielt. Mit Bayern kann man auch Champions-League-Sieger werden, außerdem stellt sich die Frage: Was will man in Spanien oder England? So etwas macht man vielleicht in einem Alter, in dem man eine neue Erfahrung erleben will. Aber jetzt soll er sich lieber auf die Bayern konzentrieren.“

Das Problem könnte sein, dass sich auch die Bayern nicht mehr allein auf Lewandowski konzentrieren. Nach Karl-Heinz Rummenigges Flirt mit Gonzalo Higuaín („Er ist ein Spieler, der Bayern gefällt“) stellte der Pole klar, dass es außer ihm keinen Stürmer mehr brauche – was Elber nur unterschreiben kann: „Man hat einen Lewandowski, da braucht man keinen Higuaín! Klar, Bayern schaut immer nach Spielern, aber das, was Kalle über Higuain gesagt hat, braucht es nicht.“

Und weiter: „Nicht, weil er ihn so verunsichert, sondern weil dadurch eine Gesprächslücke zwischen Rummenigge und ihm entstehen könnte und er am Ende vielleicht doch gehen muss. In dieser Phase braucht man so etwas nicht an die Presse zu geben. Intern kann man reden, aber nicht öffentlich.“

lop

José Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

E-Mail:carlos.menzel-lopez@tz.de

auch interessant

Meistgelesen

Verpasster Dopingtest: Darum blieb Thiago ohne Strafe
Verpasster Dopingtest: Darum blieb Thiago ohne Strafe
Scouting bei der EM: Diese Stars könnten zum FC Bayern passen
Scouting bei der EM: Diese Stars könnten zum FC Bayern passen
Bayern-Neuzugang Renato Sanches leitet Siegtor ein
Bayern-Neuzugang Renato Sanches leitet Siegtor ein
Die Glücksbringer von Boateng, Götze & Co.
Die Glücksbringer von Boateng, Götze & Co.

Kommentare