Für Papa der beste Spieler der Welt

Griezmann wehrt sich gegen Ribéry-Kritik

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Antoine Griezmann nimmt die Ribéry-Kritik eher gelassen.

Madrid - Atlético-Stürmer Antoine Griezmann wehrt sich gegen die Kritik von Landsmann Franck Ribéry, er sei nicht Weltklasse. Atléticos Präsident provoziert Ribéry sogar.

In Madrid war man entrüstet. Bayern-Star Franck Ribéry hatte über seinen Landsmann Antoine Griezmann gesagt, dass dieser trotz guter Leistung nicht Weltklasse sei. Jetzt wehrt sich Atléticos Top-Stürmer und erhält Unterstützung vom Vereinsvorstand.

Antoine Griezmann war der Shooting-Star der vergangenen Saison. Der 25-Jährige hatte 22 Liga- und sieben Champions-League-Tore für Atlético Madrid erzielt. Zudem war der französische Nationalspieler mit sechs Treffern Torschützenkönig bei der EM 2016 im eigenen Land und wurde zum Spieler des Turniers gewählt. Zusammen mit Cristiano Ronaldo und Gareth Bale wurde er daraufhin bei der Wahl des besten Spielers des Kontinents der Saison 2015/16 nominiert.

Noch keine Weltklasse

Dennoch wetterte Ex-Nationalspieler Franck Ribéry am Donnerstag in einem Interview mit der SportBild gegen Griezmann. Dieser habe in der vergangenen Saison zwar eine tolle Leistung gebracht, aber "Weltklasse ist es, diese Leistung konstant zu zeigen. Es heißt so schnell nach einem guten Jahr: 'Der Spieler ist überragend, er muss den Goldenen Ball gewinnen.' Aber ich sage: Nein! Qualität ist es, diese Leistung über zehn, zwölf, 15 Jahre zu zeigen. Dann gratuliere ich auch."

Ribéry, der letzte Saison selbst nur auf 13 Einsätze und zwei Tore für den FC Bayern gekommen war und bei der EM verletzungsbedingt passen musste, fügte hinzu: "Okay, ich war neun Monate verletzt im vergangenen Jahr, aber ansonsten war ich die vergangenen zehn Jahre fast immer auf einem Top-Niveau."

Für Papa der beste Spieler der Welt

Antoine Griezmann nimmt die Kritik aber wohl eher gelassen und erwiderte bei Eurosport: "Jeder hat seine Meinung: Für meinen Vater bin ich der beste Spieler der Welt, für die Fans hier bin ich der beste Spieler. Für andere bin ich nicht gut genug, habe ich noch viel zu beweisen."

Zum Teil gab Griezmann seinem Landsmann sogar Recht: "Ich versuche, konstant zu sein und bin da im Augenblick auf dem richtigen Weg. Ich arbeite weiter und wie er gesagt hat: Man wird am Ende meiner Karriere sehen, was für ein Spieler ich gewesen bin. Noch bleiben mir zehn oder mehr Jahre auf höchstem Niveau."

Ribéry, der Alte

Auch Atléticos Präsident Enrique Cerezo hatte sich mittlerweile eingemischt. Er nahm seinen Spieler in Schutz und schoss scharf gegen Ribéry zurück. Die spanische Sportzeitung Marca zitiert Cerezo: "Ribéry ist jetzt schon ein bisschen älter, also sollten wir ihm seine Aussagen manchmal nachsehen, denn er war ein großartiger Spieler." 

Die Vergangenheitsform dürfte den 33-jährigen Bayern-Spieler ärgern, denn der will sich trotz des gesetzteren Fußballer-Alters in dieser Saison wieder auf Top-Niveau zeigen.

rs

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