Essen mit den Chefs und Basketball-Besuch

Peps große Abschiedsrunde durch München

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Bester Laune – egal wo: Am Mittwoch hatte sich Pep Guardiola zunächst mit der Bayern-Führung (v.l. Jörg Wacker, Karl Hopfner, Karl-Heinz Rummenigge, Guardiola, Uli Hoeneß) zum Abschiedsessen im passenden Ambiente verabredet.

 München – Nach knapp drei Jahren verbringt Pep Guardiola nun seine letzten Tage in München. Er nutzte die Zeit für eine kleine Abschiedstournee mit Chefs und Kollegen.

Die Mitarbeiter der FC Bayern Erlebniswelt hatten schwer zu schleppen. Denn logistisch ist es nicht unbedingt ein kleiner Aufwand, auf die Schnelle sieben Pokale aus den Vitrinen zu holen und mal eben aus Fröttmaning nach Bogenhausen zu karren. 5,7 Kilogramm wiegt der DFB-Pokal, 11 Kilogramm gar die Meisterschale – aber das ist nicht das größte Problem. Vielmehr muss penibel darauf geachtet werden, dass die Trophäen – Originale von 2016, Original-Replikate der Vorjahre – nicht beschädigt werden. Es ging alles gut: Bestens verpackt kamen die sieben georderten Stücke am Mittwochvormittag dort an, wo sie am Nachmittag auf ihren großen Auftritt warteten: Das letzte offizielle Foto von Pep Guardiola als Bayern-Trainer.

Im „Käfer“ hatten sich die Verantwortlichen mit dem scheidenden Coach getroffen, um die gemeinsame Zeit ein letztes Mal Revue passieren zu lassen. Von den Spielern hatte sich Guardiola Anfang der Woche, von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle am Mittwochmorgen verabschiedet. Der Rahmen für das „Servus“ an die Vorstandsetage jedoch sollte noch einmal etwas festlicher sein. Bei vorzüglichem Essen nahm der Katalane neben Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Karl Hopfner, Internationalisierungs-Vorstand Jörg Wacker und Uli Hoeneß Platz.

Abends traf Guardiola im Audi Dome auf Basketball-Trainer Svetislav Pesic. Der Serbe hatte mit seinem Team zwar gegen Bamberg verloren, Guardiola aber brachte ihn schnell auf andere Gedanken.

Man hatte stets den Eindruck, dass Guardiolas Arbeit in Extremen bewertet wird. Schwarz oder weiß, erfolgreich oder nicht erfolgreich, Held oder Buhmann. Der Blick auf die sieben Trophäen, die er in den letzten drei Jahren gesammelt hat, zeigte aber erneut, dass sich der 45-Jährige für seine Amtszeit in München nicht schämen muss. Im Gegenteil. Guardiola hinterlässt seinem Nachfolger Carlo Ancelotti eine Mannschaft, die das Potenzial für und den Hunger auf mehr hat. „Bayern hat eine super Saison gespielt. Aber es geht immer darum, es in der nächsten Saison noch besser zu machen“, sagte der Italiener „Sky Sport News HD“. Zwar habe er „jede Menge Arbeit“ vor sich: „Aber das Team ist einfach fantastisch.“

Kein Glücksbringer: Pep mit Bayern-Schal beim Basketball

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Guardiola weiß das – aber dennoch wirkt er in seinen letzten Tagen in München, als sei eine große Last von ihm abgefallen. Er genießt die Stadt. Die Tränen nach dem Pokalsieg, die ausgelassene Feier auf dem Rathausbalkon: Auch die Fans scheinen sich in den finalen Zügen versöhnt zu haben mit dem Mann, an dem sich die Geister so oft geschieden haben. Seinen allerletzten Auftritt hatte Guardiola dann übrigens am Mittwochabend beim Basketball im Audi Dome. Als Gast auf den besten Plätzen bekam er tosenden Applaus, ein Trikot (mit der Nummer 4) geschenkt – aber auch eine Niederlage zu sehen. Trainer-Kollege Svetislav Pesic lachte trotzdem für ein Foto. Guardiolas gute Laune war ansteckend.

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