Auch gegen Jena wurde er ausgepfiffen

Hetzjagd auf Ribéry? Das rät Rummenigge dem Monsieur

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Franck Ribéry ist in den letzten Wochen Teil einiger Diskussionen.

München - Beim Pokalspiel in Jena wurde Franck Ribéry bei seiner Auswechslung gnadenlos ausgepfiffen, nachdem er in der ersten Halbzeit mit Matthias Kühne aneinandergeraten war.

Der Carl-Zeiss-Verteidiger ließ Ribéry bei vollem Tempo auflaufen, der Franzose versuchte seinen Gegenspieler dabei wegzuschieben. Obwohl Kühne, der für sein Foul Gelb sah, selbst später von „keiner unfairen Aktion“ des FCB-Stars sprach, schlägt die Szene hohe Wellen.

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer bezeichnete Ribéry in der BamS sogar als ­„tickende Zeitbombe“. Dabei war die Aktion am Freitagabend weit von einer Tätlichkeit entfernt, doch der Ellenbogen-Schlag des 33-Jährigen fünf Tage zuvor im Supercup gegen BVB-Verteidiger Felix Passlack war wohl noch zu präsent.

Jetzt wehrt sich Karl-Heinz Rummnigge und stellt sich schützend vor Ribéry. „Franck ist ein lieber und sympathischer Bursche. In Jena hat er das seriös und richtig gemacht. Sehr gut und ganz fair gespielt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Roten der tz.

Die Szene: Kühne lässt Ribéry auflaufen, der will den Verteidiger wegschieben.

Die Bayern befürchten ohnehin, dass sie mit allen Mitteln geschwächt werden sollen. Sportlich sind sie der Konkurrenz enteilt, die greift nun zu anderen Mitteln. Den manchmal (zu) schnell aus der Fassung zu bringenden Franzosen zu attackieren, scheint eine Möglichkeit zu sein. „Als Spieler ist er sehr trickreich und schnell. Solche Spieler werden oft hart und zum Teil auch unfair attackiert“, moniert Rummenigge und rät Ribéry in der tz: „Es ist wichtig, dass er sich nicht provozieren lässt. Ich empfehle ihm, damit ganz cool umzugehen.“ Das tat der Flügelflitzer in Jena auch und ließ lieber Taten sprechen. Das 1:0 leitete er schon nach drei Minuten über links ein, das 2:0 und das 3:0 legte er Lewandowski direkt auf. FCB-Coach Carlo Ancelotti hatte bereits nach der Partie gesagt: „In diesem Spiel hat Ribéry nichts Spezielles gemacht. Dieses Mal hat er nicht reagiert, hat die ganze Zeit korrekt gespielt.“

Was der Italiener meint: Immer wieder wird sein Star provoziert und häufig gefoult. Auch Passlack ging den Dribbler einige Mal hart an, bevor Ribéry mit dem Ellenbogen ausholte.

Der Münchner kam mit Gelb davon, Schiri-­Chef Lutz Michael Fröhlich hatte ihn anschließend angezählt: „Das hätte gut und gerne eine Rote Karte sein können.“ Seinem Unparteiischen Tobias Welz, der die Aktion mit Gelb bewertete, machte er aber trotzdem „keinen Vorwurf“.

Zweimal die 1: FCB überrollt Jena - Bilder

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