Ehemaliger Bayern-Trainer

Hitzfeld: Diesen Rat gibt er Ribéry

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Ex-Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld versteht seinen ehemaligen Schützling, hat aber auch einen Rat für Ribéry parat.

München - Im Supercup gegen den BVB fiel Franck Ribéry mit einer Tätlichkeit wieder einmal unangenehm auf. Ex-Bayern-Coach Hitzfeld hat nun einen Rat für ihn.

Die neue Saison in der Bundesliga ist noch nicht einmal gestartet und dennoch hat der FC Bayern München schon den ersten Titel eingefahren. Im Supcerup setzte sich der Rekordmeister gegen die Borussia aus Dortmund mit 2:0 durch und durfte danach vor allem mit der eiskalten Chancenauswertung zufrieden sein. Doch der Sieg geriet ob der Posse um Franck Ribéry fast schon zur Nebensache.

Der Franzose sorgte in der ersten Halbzeit für den unrühmlichen Höhepunkt. BVB-Youngster Felix Passlack hatte den Star-Kicker leicht gefoult, Ribéry holte daraufhin mit dem Arm aus und traf den vielseitigen 18-Jährigen im Gesicht. 

Daraufhin hagelte es Kritik. Der Sündenbock Ribéry kam mit Gelb davon, Passlack erhielt ebenfalls den gelben Karton. Der Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich kommentierte diese Entscheidung des Unparteiischen Tobias Welz kritisch: "Wenn man die TV-Bilder betrachtet, muss man sagen, dass Rot gerechtfertigt gewesen wäre."

Und auch die BVB-Spieler waren sauer:

Ribéry gegen Passlack - die strittige Szene.

Selbst aus dem eigenen Lager musste der als sensibel geltende Franzose Kritik und Rüffel hinnehmen. "Sowas kann gefährlich sein", warnte Trainer Carlo Ancelotti den Bayern-Star. Und auch Kapitän Philipp Lahm fand kritische Worte für seinen langjährigen Kollegen: "Ich habe mit ihm darüber gesprochen", verriet der Kapitän des FC Bayern.
"Er hat ganz normal reagiert und es eingesehen. Aber man kann seine Mentalität nicht komplett ändern, das ist auch sehr schwierig", betonte Lahm. "Ich hoffe, dass es in Zukunft nicht mehr passiert. Aber ich kann es nicht garantieren." Auch Ribérys Ex-Coach Ottmar Hitzfeld meldete sich nun beratschlagend zu Wort.

"Ribéry kann sich nicht mehr viel erlauben"

Der gebürtige Lörracher Hitzfeld ermahnt seinen langjährigen Schützling in der Bild: "Ribéry weiß, dass er sich nicht mehr viel erlauben kann bei den Schiedsrichtern." 

Der ehemalige Bayern-Trainer äußert aber auch Verständnis für den sensiblen Tempodribbler: "Man muss aber sagen, dass Ribéry auch oft unsauber vom Ball getrennt wird. Er wird ständig gezogen und gezerrt."

"Eine Qualität, die ein Spiel entscheiden kann"

Dass Ribéry als "Hitzkopf", wie ihn Ex-Kollege Sebastian Rode nach dem Supercup bezeichnete, mit seiner Leidenschaft und seinen Emotionen auch Spiele entscheiden kann, sieht Hitzfeld als starke Qualität des Außenspielers: "Emotionen, Leidenschaft, unbändiger Wille waren schon immer das, was ihn ausgezeichnet hat. Er will auch im Training immer die Abwehrmauer durchbrechen. Das ist eine Qualität, die ein Spiel entscheiden kann."

Dreimal die 2: Bayern mit Glück - Noten und Bilder vom Sieg

Und dennoch können all diese Eigenschaften auch problematisch sein: "Aber klar ist es oft ein schmaler Grat", erklärt Hitzfeld.

Ratschlag: "Ribéry muss cooler werden"

Der Vertrag des 33-Jährigen läuft derweil am Ende der Saison aus, seine Zukunft bei den Bayern ist noch ungeklärt. Fußballlehrer Hitzfeld sieht Ribéry aber noch nicht am Ende seiner Karriere: "Er ist immer noch einer der Besten bei den Bayern und stark genug, noch zwei, drei Jahre auf dem Niveau zu spielen", meint der 67-Jährige.

Und dennoch: "Klar, Ribéry muss cooler werden", rät der Ex-Coach. "Aber es sprich für seine Einstellung, dass er auch mit 33 nicht locker lässt."

Für den FC Bayern steht am Freitag-Abend das Spiel im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena an. Wir berichten im Live-Ticker.

So sehen Sie Carl Zeiss Jena gegen FC Bayern live im TV und Live-Stream.

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sdm

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