Zukunftspläne

Rückkehr in FCB-Spitze? Tage der Entscheidung für Uli Hoeneß

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Uli Hoeneß.

München - Anfang der Woche wird Uli Hoeneß seine Zukunftspläne erklären – alles andere als eine Rückkehr an Bayerns Spitze wäre eine Überraschung.

Er hätte mitreisen können, rein rechtlich, das ist überprüft worden. Aber Uli Hoeneß begleitete seinen FC Bayern zuletzt dennoch nicht in die USA. Stattdessen führte er in München die abschließenden, entscheidenden Gespräche, um seine Rückkehr an die Klubspitze zu regeln. Anfang dieser Woche wird eine offizielle Erklärung zu Hoeneß’ Zukunftsplänen erwartet. Wie zu hören ist, soll sie in Form einer einfachen Pressemitteilung erfolgen. Er selbst will gar keine große Sache daraus machen, es wird keine Pressekonferenz geben und keine Interviews. Alles andere als eine Rückkehr an die Spitze des FC Bayern wäre eine Überraschung.

Hoeneß hatte sich zuletzt mehrfach mit Karl Hopfner getroffen, seinen Vertreter als Präsident und Chef des Aufsichtsrats, um die Modalitäten der Amtsübergaben zu besprechen. In den USA deutete Karl-Heinz Rummenigge atmosphärische Störungen zwischen den beiden an, als er sagte, er gehe davon aus, dass Hoeneß „das eine oder andere Gespräch mit Karl Hopfner zu führen hat, damit das harmonisch abläuft“. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der 63-Jährige an den Posten Gefallen gefunden hat. Nach einem ersten Treffen mit Hoeneß vor zwei Wochen fuhr er zunächst in Urlaub, um über die Sache nachzudenken. Eine Kampfabstimmung ist aber ausgeschlossen, wenn im November das Präsidium neu gewählt wird. Hopfner weiß, dass er gegen den Klubpatron keine Chance hätte, zumal er es auch versäumt hat, sich in seiner Amtszeit als prägende Figur in den Köpfen der Fans zu verankern. Die große Frage wird sein, ob er unter Hoeneß als Vizepräsident weitermacht. Die Pressererklärung wird auch Hopfners BayernZukunft zum Inhalt haben. Hoeneß strebt nach seiner Rückkehr auf den Präsidenten-Posten zudem an, wieder den Vorsitz im Aufsichtsrat zu übernehmen. Bei den Mitgliedern des Gremiums wurde schon abgeklopft, ob sie mit seiner Re-Installierung leben können. Ja, sie können.

Spannend wird, wie sich Uli Hoeneß bei seinen Bayern zurechtfindet – sind es denn noch „seine“ Bayern? In den zwei Jahren seiner Abwesenheit haben einige Entscheidungsträger versucht, ihre Machtbereiche im Klub auszubauen. Das operative Geschäft wird bei Rummenigge bleiben, doch Hoeneß’ Rückkehr wird dennoch die neuen Hierarchien hinterfragen. Die vorherrschende Meinung dazu lautet: Das ist auch ganz gut so.

Andreas Werner

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

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