Der baldige Bayern-Boss warnt

Hoeneß im tz-Interview: "Wir wären super arrogant, wenn ..."

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Uli Hoeneß will im November wieder Präsident des FC Bayern werden. 

München - Trotz des Traumstarts des FC Bayrn in der Champions League warnt der baldige Präsident, Uli Hoeneß, im tz-Interview vor überhöhter Erwartungshaltung

Fünf Siege aus fünf Spielen, 20 Tore erzielt und kein einziges gefangen – kein Wunder, dass Uli Hoeneß das Lächeln aktuell nicht von den Lippen bekommt. In der tz spricht der Bald-Präsident des FCB über das Triple, die Jugend und ein Glas Rotwein mit Trainer Carlo Ancelotti. 

Herr Hoeneß, der FC Bayern hat sich mal wieder sozial engagiert. Diesmal für das Stiftungsprojekt „Buntes Münchner Kindl“, das sich für sozial benachteiligte Schulkinder einsetzt. Wie kam es dazu?

Uli Hoeneß: Petra Reiter hat uns gefragt (Schirmherrin des Stiftungsprojekts, d.Red.), ob wir als FC Bayern mit machen, Das war dann nur ein kurzes Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge, Jan Dreesen und Karl Hopfner, Wir alle verstehen den FC Bayern als Institution, die immer darüber nachdenken muss, etwas von unserem Erarbeiteten abzugeben. Durch so eine Aktion zeigen wir doch immer wieder, dass wir nicht vergessen haben, wo wir herkommen.

Es wurde in den letzten Tagen viel über die Qualität der Champions League diskutiert. Gehen Sie gerne ins Stadion, wenn der FCB gegen Rostov spielt?

Ja! Ich finde, in der Champions League gab es immer wieder Spiele, die klar geendet haben. Und so gibt es auch immer Überraschungen. So wie Real Madrid, das gestern fast gegen Lissabon verloren hätte. Juventus Turin hat zu Hause auch 0:0 gespielt. Man darf jetzt nicht überheblich sein und so tun, als sei das alles Landkundschaft. Wir hatten einen guten Tag, Rostov war ein bisschen unruhig. Vor 70 000 Zuschauern spielen die nicht jeden Tag. Es wird sicherlich auch viele Spiele geben, bei denen wir zittern müssen.

Der FC Bayern wird seit einigen Jahren zum Großteil über den Gewinn der Champions League definiert...

Wir tun alle gut daran, den Leuten klar zu machen, dass die Champions League die Sahne auf dem Kaffee ist. Das spüre ich auch im Verein. Das normale Geschäft ist die Meisterschaft und der DFB-Pokal. Und wenn man das wie wir in den letzten Jahren immer als Double gewinnt, dann hat man eine überragende Saison gespielt. Wir wären super arrogant, wenn wir ständig davon reden, dass wir nur mit dem Triple ein Jahr als erfolgreich betrachten. So einen Druck hält keine Mannschaft der Welt aus!

Nicht nur die Profis, sondern auch die U19 spielt momentan sehr erfolgreich. Freut Sie das besonders?

Denken Sie mal an Mario Götze: Wie wurde er jetzt kaputt gemacht überall. Jetzt schießt er wieder ein Tor und ist der Superstar. Genau so ist es mit unserer A-Jugend! Die hat letztes Jahr nicht so gut gespielt. In der Liga hat die Mannschaft letztens auch 1:4 verloren gegen Mainz, hat aber in Hoffenheim wirklich überragend gespielt. Es sieht so aus, als ob wir uns da langsam nach oben bewegen. Aber für genaue Aussagen ist es noch zu früh.

Haben Sie mittlerweile schon mit Carlo Ancelotti sprechen können? Er betonte immer wieder, dass er Sie unbedingt kennenlernen möchte!

Ja, ja! Ich habe jetzt schon ein paar mal mit ihm gesprochen. Demnächst werde ich ihn mal zum Essen einladen und mich genauer mit ihm austauschen.

Bei einem Glas Rotwein?

Selbstverständlich!

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Interview: Manuel Bonke

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