Nach Hummels-Verpflichtung

Abwehr-Roulette bei Bayern: Badstuber muss sich hinten anstellen

München - Vor rund sieben Jahren stand der FC Bayern vor der Entscheidung: Holger Badstuber oder Mats Hummels halten? Jetzt hat man beide - und die Qual der Wahl in der Innenverteidigung.

Kurios ist es ja schon. Vor rund sieben Jahren stand der FC Bayern vor der Qual der Wahl. Entweder den verliehenen Mats Hummels zurück nach München holen oder doch lieber den gleichaltrigen Holger Badstuber, damals noch bei den Amateuren, zum Profi machen? Den Vorzug bekam damals Badstuber, Hummels wurde endgültig nach Dortmund verkauft. Heute sieht die Welt aber schon wieder ganz anders aus: Der FCB verkündete den Deal mit Hummels am Dienstag, jenem Tag, an dem Badstuber nach seinem Sprunggelenksbruch nach der Reha mit dem Lauftraining begonnen hatte. Es ist also alles wie sieben Jahre früher, nur dass Hummels jetzt kein Eigengewächs mehr ist, sondern ein 35 Millionen teurer Weltmeister, der spielen will und soll.

Szene von der EM 2012: Mats Hummels (l.) und Holger Badstuber nach dem Halbfinale.

Fakt ist: Hatten die Bayern diese Saison verletzungsbedingt noch Probleme in der Abwehrmitte, verfügt Carlo Ancelotti ab kommender Spielzeit über ausreichend Kicker auf der Position. Mit Ausnahme von Medhi Benatia und Serdar Tasci, deren beider Zukunft nicht in München zu liegen scheint, stehen dem Italiener insgesamt sechs Spieler für die Innenverteidigung zur Verfügung. Allen voran das Weltmeister-Duo Mats Hummels und Jerome Boateng, dahinter Badstuber, Javi Martínez, David Alaba und zudem die Notlösung Joshua Kimmich, der seine Qualitäten auf dieser Position nach den Ausfällen von Martínez und Boateng bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Das Signal ist aber erst mal klar: Selbst wenn Badstuber zu Beginn der Saison 16/17 fit ist, wird er sich zuerst hinter Hummels anstellen müssen. Was Badstuber aber nichts ausmachen dürfte, schließlich dürfte er diese Rolle mittlerweile gewohnt sein. „Die Zweifel kommen von außen, von Leuten, die mich nicht kennen, die nicht meinen Körper kennen“, sagte er unlängst im FAZ-Interview. „Vielleicht wird ihre Meinung sich erst ändern, wenn man irgendwann sagen kann: Der Badstuber hat jetzt fünf Jahre am Stück gespielt.“

Vidal zurück, Alonso fehlt - Badstuber läuft weiter

Zu wünschen wäre es dem Pechvogel des FCB allemal, zumal er ja bereits des öfteren bewiesen hat, dass er schlimme Blessuren (Kreuzband-, Sehnen- und Muskelrisse) ohne weiteres hinter sich lassen kann. Diesmal dürfte es nicht anders sein, Hummels hin oder her!

Rubriklistenbild: © MIS

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