Wird die Abwehr weiter aufgerüstet?

Bayern jagt Neapel-Kante - Ancelotti schwärmt von Real-Star

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Kalidou Koulibaly (l.) vom SSC Neapel und Real Madrids Raphael Varane (M.) sind offenbar Kandidaten für die Verstärkung der Bayern-Abwehr.

München - Obwohl Neu-Trainer Ancelotti dementiert, scheint der FC Bayern seine Transferaktivitäten noch nicht abgeschlossen zu haben. Auf dem Wunschzettel stehen zwei Abwehrstars, einer aus Neapel und einer von Real Madrid.

Mit Mats Hummels und Renato Sanches hat der FC Bayern bereits zwei Mal erfolgreich und spektakulär auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und glaubt man den Worten von Carlo Ancelotti, dann war es das erstmal mit der Kaderplanung für die kommende Saison.

"Bayern war schnell und hat zwei gute Verpflichtungen getätigt. Jetzt sind wir mit unseren Transferaktivitäten schon fertig", sagte der 56-Jährige in einem BBC-Interview und behauptete: "Es wird keine weiteren Neuverpflichtungen geben."

Alles nur ein großer Bluff des Signore? Bedarf besteht weiterhin im hochkarätig besetzten Kader des Rekordmeisters, vor allem auf der Rechtsverteidigerposition: Philipp Lahm beendet seine Karriere in zwei Jahren, Backup Rafinha befindet sich leistungs- und altersmäßig mit 30 Jahren auch schon auf der Zielgeraden seiner Karriere.

Zudem stehen mit Hummels und Jerome Boateng zwar zwei Weltklasse-Innenverteidiger zur Verfügung. Doch danach wird es dünn mit dem Personal für das Abwehrzentrum: Medhi Benatia darf bei einem entsprechenden Angebot den Verein verlassen, die Zukunft des Verletzungspechvogels Holger Badstuber über die Vertragslaufzeit bis Sommer 2017 hinaus ist ungeklärt, auch Javi Martinez plagen immer wieder Verletzungen. Und ob Joshua Kimmich dauerhaft zum Innenverteidiger umfunktioniert wird, ist zweifelhaft. Da ist es eigentlich nur logisch, dass sich die Transferplaner der Bayern mit Alternativen die Defensive beschäftigen.

Ein heißer Kandidat soll dabei Kalidou Koulibaly sein. Der senegalesische Nationalspieler, der in Frankreich geboren wurde, steht beim SSC Neapel unter Vertrag, kann sowohl rechts hinten als auch in der Abwehrzentrale agieren und hat beim italienischen Vizemeister eine äußerst überzeugende Saison gespielt. Der 24-Jährige soll Bayerns Kaderplaner Michael Reschke bei mehreren Auftritten im heimischen Stadion San Paolo überzeugt haben, schreibt die Sportbild. Mit 1,95 Metern Körpergröße verfügt der Defensivmann über ein starkes Kopfballspiel, sein Vertrag bei Napoli läuft allerdings noch bis 2019.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Für Koulibaly aber kein Grund, sich nicht Gedanken über seine Zukunft zu machen. "Viele große Vereine wollen mich und von Neapel habe ich noch kein Signal für eine Vertragsverlängerung erhalten", sagte er vor einigen Tagen in einem Interview mit der französischen L'Equipe. Der FC Chelsea hat angeblich bereits 30 Millionen Ablöse geboten. Er wolle nun "das machen, was für mich am besten ist - nicht aus finanzieller Sicht, sondern aus sportlicher", so Koulibaly. Klingt, als hätten die Bayern im Wettrennen mit den finanzkräftigen Klubs aus der englischen Premier League nicht die schlechtesten Karten.

Ein zweiter Profi, der Bayerns Abwehr verstärken könnte und auf den vor allem Ancelotti große Stücke hält, ist Raphael Varane von Real Madrid. Der 23-jährige Franzose gilt als eines der größten Defensivtalente des Kontinents, kommt bei den Königlichen aber hinter den Stars Sergio Ramos und Pepe nicht wie gewünscht zur Geltung. Häufigere Einsatzzeiten kann ihm Ancelotti, der Varane noch aus seiner Amtszeit bei Real bestens kennt, zwar auch bei Bayern nicht versprechen. Doch seine Qualität ist unbestritten. Der französische Nationalspieler, der "Les Bleus" verletzungsbedingt bei der EM 2016 fehlt, ist in Madrid noch bis 2020 gebunden, sein Marktwert liegt bei 30 Millionen Euro. Eine Verpflichtung würde für den FC Bayern also sicher nicht ganz billig, für einen Mann von der Klasse Varanes wären 30 Millionen heutzutage aber wohl nur ein Pappenstiel.

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