"Sehe mich weiter als Abwehrchef"

Boateng spricht über Hummels-Transfer und möglichen Abschied

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Jerome Boateng streckte die Meisterschale bereits zum vierten Mal in die Höhe.

München - Mit Jerome Boateng und Mats Hummels spielen schon bald zwei Weltmeister gemeinsam beim FC Bayern. Abwehrchef Boateng bangt jedoch nicht um seine Position, trotz der namhaften Konkurrenz.

Ab der kommenden Saison 2016/2017 bilden Jerome Boateng und Mats Hummels nicht nur das Innenverteidiger-Duo bei der Nationalmannschaft, sondern auch beim FC Bayern München. Der Wechsel des Noch-Dortmunders zum FCB wurde erst vor kurzem öffentlich bekannt gegeben. Doch Boateng hat keine Angst vor der Konkurrenz.

"Für mich ändert sich mit Mats als neuem Abwehrpartner nichts Wesentliches. Mir ist im Grunde egal, wer an meiner Seite spielt. Ich bleibe in meiner Position", sagt der 27-Jährige im Interview mit dem Kicker und fügt entschlossen hinzu: "Ich sehe mich auch weiter als Abwehrchef."

Boateng: Weder Legionär noch Typ wie Philipp Lahm

Die Defensive des Rekordmeisters ist mit Boateng und Hummels über die kommenden Jahre hinweg hochkarätig besetzt. Denn beide Verteidiger besitzen langfristige Verträge bis 2021. Boateng wäre dann 32 Jahre alt. Dennoch ist ein weiterer Vereinswechsel durchaus vorstellbar. "Ich weiß nicht, ob ich irgendwann sage, jetzt möchte ich noch etwas anderes machen, als in der Bundesliga zu spielen."

Kein Grund zur Sorge, liebe Bayern-Fans! Der Weltmeister stellt klar: "Es kann durchaus sein, dass ich meine Karriere hier beende, auch wenn es noch einige Jahre sind und man nie weiß, was im Fußball passiert. Ich fühle mich weder als sogenannter Legionär noch als ein Typ wie Philipp Lahm, der seine Karriere bei einem Klub verbringt."

Vorfreude auf den neuen Trainer und das Pokal-Finale

Die Zukunft beim FC Bayern sieht rosig aus. Ab Sommer übernimmt der Italiener Carlo Ancelotti das Kommando an der Säbener Straße, von dem Boateng sehr viel hält: "Für unseren neuen Trainer spricht seine große Erfahrung, er wird uns sehr guttun, weil wir ein positives Team sind. Ich glaube, er ist ein Typ wie Jupp Heynckes." Mit Heynckes feierten die Münchner bekanntlich den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: das Triple in der Saison 2012/2013.

Doch zunächst richtet sich sein Blick auf das DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag. Schließlich möchte der FC Bayern in dieser Spielzeit seinen Fans eine weitere Trophäe präsentieren. "Wir wollen unbedingt gewinnen. Es wäre ein weiterer Titel und für mich das dritte Double. Aber es wird extrem schwierig. Die Dortmunder haben eine sehr gute Mannschaft, mit Trainer Thomas Tuchel wurden sie der beste Zweite aller Zeiten", so Boateng. Er fordert von seiner Mannschaft: "Wir müssen da ein hohes Level anschlagen."

sk

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