Vereine offenbar kurz vor Einigung

Benatia zu Juve? Ein großes Problem gibt es noch

München - Es ist ein offenes Geheimnis, dass Medhi Benatia den FC Bayern bei einem entsprechenden Angebot verlassen darf. Berichte aus Italien sprechen dafür, dass ein Wechsel kurz bevor steht. Doch ein großes Hindernis gibt es noch.

Die Verbindung zwischen Medhi Benatia und Juventus Turin besteht schon länger, bereits im vergangenen Jahr versuchten die Norditaliener, den Abwehrspieler vom FC Bayern abzuwerben. Damals gab es allerdings eine Absage aus München.

Nun hat die "Alte Dame" einen erneuten Vorstoß gewagt, wie die Gazzetta dello Sport und das Juve-Blatt Tuttosport übereinstimmend berichten. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge und Juve-Geschäftsführer Beppe Marotta haben traditionell einen guten Draht zueinander, wie die jüngsten Transfers von Arturo Vidal und Kingsley Coman zeigten. Die Verantwortlichen sollen in den vergangenen Tagen Kontakt zueinander aufgenommen haben und eine Einigung nicht allzu fern scheinen.

Benatia würde für Wechsel zu Juventus auf Geld verzichten

Medhi Benatia (r.) steht offenbar kurz vor einem Wechsel zu Juventus Turin.

Der Spieler selbst scheint bereit für eine Rückkehr in die Serie A. 2014 verpflichtete der FC Bayern den kopfballstarken Marokkaner vom AS Rom für knapp 30 Millionen Euro und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2019 aus. Doch bislang wartet der 29-Jährige noch auf seinen richtigen Durchbruch an der Säbener Straße, seine Verletzungsanfälligkeit wurde ihm auf dem Weg zum Stammplatz regelmäßig zum Verhängnis.

Wie die Gazzetta schreibt, soll Benatia für einen Wechsel zum italienischen Meister sogar auf Geld verzichten. Er sei bereit, seine Gehaltsansprüche von derzeit 4,2 Millionen Euro netto auf 3 Millionen Euro zurückzuschrauben.

Das Hindernis, das einem Wechsel noch im Weg steht, sind die Vertragsverhältnisse: Während die Italiener aufgrund der jüngsten Verletzungshistorie Benatias eine Leihe mit Option auf einen endgültigen Kauf wünschen, bestehen die Bayern offenbar auf einem sofortigen Transfer. Kolportierte Ablösevorstellung: 18 Millionen Euro.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Benatia selbst bevorzuge zwar auch eine definitive Regelung, für Juve mache er aber eine Ausnahme und würde sich auf ein Leihgeschäft einlassen, selbst wenn er bei der "Alten Dame" auch keinen Stammplatz in Aussicht hätte. In der Juve-Abwehr spielen mit Giorgio Chiellini, Leonardo Bonucci und Andrea Barzagli gestandene Defensivrecken.

Dani Alves vom FC Barcelona steht bereits als Neuzugang für die Defensive fest, wäre aber für Benatia keine direkte Konkurrenz. Der Marokkaner soll hingegen als Ersatz für Martin Caceres kommen, der Turin diesen Sommer verlässt.

Bleibt die Frage, ob beide Parteien noch zusammen kommen. Laut des Berichts sollen die Bayern maximal zu einer Leihe mit anschließender Kaufpflicht bereit sein.

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Rubriklistenbild: © afp

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