Bayern-Boss stichelt gegen Aufsteiger

Rummenigge: Seitenhieb auf RB Leipzig

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Karl-Heinz Rummenigge glaubt nicht, dass RB Leipzig für den FC Bayern in absehbarer Zeit ein Konkurrent um die Meisterschaft wird.

München - Manch einer sieht in RB Leipzig bereits einen ernsthaften Konkurrenten für den FC Bayern im Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Fußball. Bayern-Boss Rummenigge bleibt gelassen und stichelt in Richtung des Bundesliga-Aufsteigers.

Mit viel Geld (von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz) und viel Fußballsachverstand (in Person von Trainer und Sportchef Ralf Rangnick) hat RB Leipzig innerhalb von nur sieben Jahren den Durchmarsch aus der Oberliga in die Bundesliga geschafft. Viele sehen im Klub aus der Gründungsstadt des DFB einen neuen potenziellen Rivalen für den FC Bayern.

Rummenigge: "Fans hätten sich mehr über Dynamo Dresden gefreut"

Dietrich Mateschitz.

Die Sachsen verstärkten in den vergangenen Jahren gezielt den Kader mit hohen Transferausgaben. Neuer Chefcoach des Bundesliga-Neulings ist der Österreicher Ralph Hasenhüttl, der vom FC Ingolstadt für 1,5 Millionen Euro Ablöse geholt wurde.
FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat allerdings noch keine schlaflosen Nächte wegen des Bundesliga-Aufsteigers. "Es ist schön und gut, dass wieder ein Klub aus dem Osten in der Bundesliga ist", erklärte der Vorstandsvorsitzende in der Sport Bild, kann sich dabei aber einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ich glaube, dass sich die Fans im Osten mehr über einen Bundesligisten Dynamo Dresden gefreut hätten."

Klub-Besitzer Mateschitz setzt vor der Premiere von RB Leipzig in der Bundesliga den Aufsteiger nicht unter besonderen Erfolgsdruck und will zunächst kleine Brötchen backen. "Unser Ziel ist, uns erst mal in der ersten Liga zu etablieren. Das heißt, mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld so um Platz zehn bis zwölf herum wären wir schon sehr zufrieden", sagte der österreichische Brause-Milliardär der Sport Bild.

Rummenigge: "RB-Meisterschaft erlebe ich nicht mehr"

Man wolle sich "kontinuierlich Jahr für Jahr verbessern". Es sei vermessen, sich andere Ziele zu setzen. Mateschitz: "Jetzt schon von der Europa League und Champions League zu träumen, wäre illusorisch und auch fatal. Ich fasse mir an den Kopf, wenn ich höre, dass wir 100 Millionen Euro investieren würden. Das ist totaler Blödsinn und entbehrt jeder Grundlage."

Rummenigge schätzt das Potenzial des finanzstarken Emporkömmlings allenfalls langfristig als gefährdend für den deutschen Rekordmeister ein. Gefragt, wann denn RB die erste Meisterschaft hole, antwortet der 60-Jährige: "Das werde ich nicht mehr erleben." Zustimmung erhält Rummenigge vom scheidenden Frankfurter Geschäftsführer Heribert Bruchhagen: "Leipzig wird nur dann Meister, wenn Bayern München den Geschäftsbetrieb einstellt."

Investoren im Fußball: Wer bei welchem Verein seine Finger im Spiel hat

Klub-Chef Mateschitz betont: "Unsere Philosophie ist der Weg zum Erfolg, nicht das Geld. So oder gar nicht! Das heißt, wir arbeiten weiterhin mit Talenten, die wir einfach immer besser machen wollen. Das ist unsere Philosophie in der Formel 1, das ist unsere Philosophie im Fußball. Ich halte nichts davon, zig Millionen für sogenannte fertige Spieler auszugeben, wenn es auch anders geht."

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dh mit Material vom sid

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