Ein Anruf änderte alles

Kimmich: So schwer war meine Zeit bei RB Leipzig

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Joshua Kimmich überzeugte beim FC Bayern in der Champions League und zeigte auch unter Jogi Löw eine starke Europameisterschaft.

München - Joshua Kimmich war der Newcomer der vergangenen Saison. Nun spricht er über die Anfänge beim VfB, die schwere Zeit bei Leipzig und seinen Wechsel zum FC Bayern.

Die vergangene Saison gehörte definitiv Joshua Kimmich. Der 21-Jährige wurde zum Stammspieler beim FC Bayern, zeigte eine außergewöhnliche positionelle Flexibilität und eine ausgesprochene Abgebrühtheit - auch bei der Nationalmannschaft.

Doch auch Kimmich hatte einen harten und steinigen Weg zu gehen, bis er an diesem Punkt angelangte. Der renommierten US-amerikanischen Website theplayerstribune verriet Kimmich nun, wie sein Aufstieg zum Bayern-Star verlief.

"Mein Vater zeigte mir, wie man passt und schießt"

Schon mit vier oder fünf Jahren begann Kimmich, Fußball zu spielen. "Ich war mit meinem Vater draußen und er zeigte mir, wie man passt und schießt, erst mit dem linken Fuß, dann mit meinem rechten", erzählt Kimmich. 

Beim Fußball mit den Freunden habe er immer einen Traum gehabt: "Ich schloss meine Augen und sah es vor mir: Ich war ein Fußball-Profi, mit Fans, die meinen Namen riefen und ich trug ein Trikot mit dem Namen 'Kimmich' hinten drauf," schreibt Kimmich.

Jugend-Akademie in Stuttgart: "Ich räumte die Küche auf"

In einem Spiel seines Jugend-Vereins gegen den VfB Stuttgart schoss Kimmich beim 3:2-Sieg dann alle drei Tore, die Schwaben verpflichteten das Talent dann nach einiger Zeit für ihre Jugend-Akademie.

In selbiger tat sich Kimmich schwer. "Ich habe schnell verstanden, was es bedeutete, der jüngste Spieler dort zu sein: die Küche und die Tische nach unseren Mahlzeiten aufzuräumen," schreibt er.

Mit 18 Jahren wurde dem heutigen Nationalspieler dann der Zugang zur zweiten Mannschaft beim VfB verwehrt. "'Du bist nicht gut genug, dein Körper ist nicht stark genug,' sagten die Trainer zu mir," erzählt Kimmich. 

"Ich habe mich so allein gefühlt"

Joshua Kimmich, damals noch bei RB Leipzig.

Darauf dann der Wechsel zu RB Leipzig, dem weitere Probleme folgten. "Ich hatte schon eine Leistenverletzung als ich bei RB ankam und hatte keine Ahnung, wie lange die Reha dauern würde," so Kimmich.
Das junge Talent war aufgrund des Individual-Trainings abgeschnitten von der Mannschaft und wohnte in einem Hotel. Anschluss zu finden, war somit schwierig. "Ich kannte die Stadt nicht und konnte meine Teamkollegen nicht kennen lernen. Stattdessen war ich alleine in einem Hotel, 550 Kilometer von meiner Familie entfernt, nur mit einem Fernseher, meinem Laptop und meinem Handy. Ich habe mich so allein gefühlt." 

"Bayern München will dich haben"

Doch Kimmich biss sich durch, auch weil er wusste, dass Sportdirektor Ralf Rangnick auf ihn setzte. "Das Wichtigste für einen Fußballer ist ein Manager und ein Trainer, der an dich glaubt und dir vertraut", erklärt Kimmich. Und nach der U19-Europameisterschaft folgte dann ein Anruf seines Beraters, der Kimmichs Leben radikal verändern sollte:

Das sind die CL-Gruppengegner des FC Bayern

"Was würdest du denken, wenn ich dir sage, dass Bayern München dich haben will?" - "Keine Chance, das ist nicht möglich" - "Joshua, sie wollen dich haben!" - "Ich will es direkt vom Trainer hören."

"Ich wusste sofort, ich will für Bayern spielen"

Wenig später saß er Pep Guardiola in einem Raum an der Säbener Straße gegenüber. "Ich wusste sofort. Ich will für Bayern spielen. Pep hat über meine Stärken und Schwächen gesprochen und wie er mir helfen würde, durch einen anderen Spielstil ein besserer Spieler zu werden," erzählt Kimmich. 

Der Rest ist Geschichte und Kimmichs Traum ist Wirklichkeit geworden. Er läuft in einem Stadion voller Fans auf und er trägt ein Trikot auf dem sein eigener Name steht: Kimmich.

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sdm

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