Er freut sich über die Rückkehr von Hoeneß

FCB-Kultfan Hammerl: „Uli ist nicht zu ersetzen!“

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In Ried daheim, beim FCB zu Haus: Hammerl mit den Reportern Bonke (r.) und Westerschulze.

München - Hias Hammerl ist ein Unikat unter den Bayern-Fans. Im Interview erklärt er, wie er Uli Hoeneß kennen gelernt hat und warum er sich niemand anderen als FCB-Präsident vorstellen will. 

Update vom 25. November 2016: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Rückkehr von Uli Hoeneß beim FC Bayern. Außerdem bieten wireinen Live-Ticker zur JHV 2016. Und: Wir haben zusammengefasst, wie Sie die JHV 2016 des FC Bayern heute im Live-Stream und im TV sehen können.

Er ist ein bayerisches Unikat und der größte Fan von Uli Hoeneß: Hias Hammerl. Die tz hat den Mann mit der Kuhglocke besucht und mit ihm über die Rückkehr von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern München gesprochen.

Herr Hammerl, was werden Sie bei Ihrer Wortmeldung am Freitag zu Uli Hoeneß sagen?

Hias Hammerl: Schee, dass du wieder da bist, Uli. Und vergelt’s Gott, dass du wieder für uns als Präsident kandidierst!

Was glaubt der Kultfan, mit wie vielen Stimmen wird Hoeneß als Präsident wiedergewählt?

Hammerl: Ich schätze, mit 97 oder 98 Prozent! Mei, es ist halt überall so, dass irgendwo immer Neid, Missgunst oder Voreingenommenheit herrschen. Sonst würde der Uli mit 100 Prozent der Stimmen gewählt werden.

Die Vorstrafe? Vergessen und verziehen

Vielleicht sind manche auch wegen seiner Vorstrafe skeptisch...

Hammerl bei einer seiner ersten Europacup-Auswärtsfahrten.

Hammerl: A gä, des ist alles vergessen! Er hat seine Strafe abgesessen, darum wird nicht mehr drüber gredt. Nur durch Uli sind wir der größte Verein der Welt geworden!

Sie haben in den vergangenen Jahreshauptversammlungen immer an Uli Hoeneß erinnert...

Hammerl: Ich habe stets gesagt: Wer gegen den Uli ist, der soll zu mir kommen – dem erzähl ich was! Und wie viele sind gekommen? Keiner (schlägt mit der Faust auf den Tisch)!

Was hat Ihnen in der Zeit ohne Hoeneß gefehlt?

Hammerl: Seine Herzlichkeit und die klaren Aussagen habe ich vermisst. Der Verein hat es ohne Uli auch gut gemacht, da kann ich nicht schimpfen – Hut ab vor Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner.

Ist Uli Hoeneß das Herz des FCB?

Hammerl: Selbstverständlich! Es gibt keinen zweiten Uli Hoeneß! Er ist für mich unersetzbar.

Sie kennen sich seit Jahren persönlich. Wie hat sich dieses Verhältnis entwickelt?

Hammerl: Wir passen einfach zam! Anfang der 80-er sind wir nach Rotterdam geflogen, und da habe ich den Uli im Flugzeug kennengelernt. Seitdem schätzen wir uns.

Hoeneß wäre ein guter Mentor für Lahm

Was wünschen Sie sich von Uli Hoeneß, wenn er wieder zurück ist?

Hammerl: Einfach seine Präsenz und klare Worte! Der Weg, den der FC Bayern in seiner Abwesenheit eingeschlagen hat, ist gut. Aber wenn Uli wieder da ist, wird es noch besser laufen.

Gefällt Ihnen die Vorstellung von Philipp Lahm als Hoeneß-Nachfolger?

Hammerl: Der Uli ist ein Unikat, da brauchen wir nicht drüber reden. Aber Lahm kommt später einmal auf alle Fälle in die FCB-Führung. Der Uli wäre ein guter Mentor für ihn.

Glauben Sie, dass es auch der Mannschaft guttut, wenn Hoeneß wieder Präsident ist?

Hammerl: Freilich! Er reißt ja auch immer die Spieler mit, und das zeichnet ihn aus. Dadurch ist der FCB erst das geworden, was er heute ist. Die Erfolge sind mit Uli gekommen, weil er eben so einen positiven Einfluss auf die Spieler hat.

Dieser FCB-Spieler braucht einen Bairisch-Kurs

Denkt der FCB mit Hoeneß künftig wieder mehr an die Fans aus dem Umland?

Seine Kuhglocke hat Hammerl immer griffbereit.

Hammerl: Zu 100 Prozent denkt Uli vermehrt an die Fans aus der Umgebung. Die Internationalisierung gehört aber auch dazu, wir sind ja ein internationaler Verein. Es gefällt uns, dass wir ein Weltverein geworden sind. Es ist doch schön, wenn der FC Bayern überall auf der Welt Sympathien hat.

Aber die bayerische Tradition ist für den Verein schon wichtig, oder?

Hammerl: Unser Verein heißt nicht umsonst FC Bayern. Darum gefallen mir Spieler wie Müller und Lahm, weil mir das Bayerische am Herzen liegt. Ich habe ja auch schon kritisiert, dass die Spieler während der Interviews nicht bairisch reden. Lahm und Müller sind doch Oberbayern. Es wäre schön, wenn man das öfters heraushören würde!

Wem von anderen Spielern würden Sie denn einen Bairisch-Kurs bei Ihnen daheim in Ried anbieten?

Hammerl: Dem Jerome Boateng könnte man schon mal bajuwarisieren. Eine Woche einen Intensivkurs und der redet nix anderes mehr (lacht)! 

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Interview: Manuel Bonke, Sven Westerschulze

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