Die Spiele werden eröffnet

Bayern vor dem Liga-Start: Jetzt schon 100 Prozent Ancelotti

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Der neue FCB-Trainer vor seiner Liga-Premiere gegen Werder Bremen.

München - Der FC Bayern ist bereit für das erste Spiel in der Bundesliga gegen den SV Werder Bremen. Neu-Trainer Ancelotti sind die Ansprüche an ihn durchaus bewusst.

Klar definiert sind sie, die Saisonziele des FC Bayern. Zumindest, was die Bundesliga angeht. Zum fünften Mal in Folge will er Meister werden, der Rekordmeister. In der Liga zählt nur die Schale. Wie immer eigentlich. Diese Zielsetzung ist mehr als nur definiert, sie ist fast schon zementiert. Das weiß auch Carlo Ancelotti, obwohl er noch bei keinem einzigen Bundesligaspiel verantwortlich war für den FCB. Das wird sich am Freitagabend ändern. Und der Italiener weiß, was von ihm verlangt wird. „Wir sind der Favorit“, ist sich Ancelotti seiner Aufgabe bewusst. Vier Mal in Folge sind die Roten zuletzt Deutscher Meister geworden.

Ihr neuer Trainer peilt nun Titel Nummer fünf an. Das hat er seinen Stars bereits deutlich zu verstehen gegeben. „Ich habe die Spieler schon aufgefordert, dass sie wieder den Titel holen. Ich will nicht, dass die Leute sagen, wir haben nicht gewonnen, weil Ancelotti hier ist“, schmunzelte der 57-Jährige gestern vor seiner Liga-Premiere gegen Werder Bremen. „Ich habe große Lust auf die Bundesliga, die Mannschaft ist auch bereit. Wir wollen gut starten“, kündigte Ancelotti an. Auch wenn er dabei noch mit Jerome Boateng, Arjen Robben, Douglas Costa, Kingsley Coman und Holger Badstuber auf fünf Stars verzichten muss, ist der Coach zuversichtlich. „100 Prozent“, antwortete er auf die Frage, wie viel Ancelotti bereits im Spiel seiner Mannschaft stecke. Im Supercup und im Pokal zeigte der FCB bereits, dass er sich nicht mehr nur über Ballbesitz definieren will. Heute legt er auch in der Liga los – mit 100 Prozent Ancelotti.

Bayern wieder offensiv, aber nicht total

Auf dem Papier präsentieren sich die Bayern im 4-3-3 alles andere als defensiv, doch inzwischen ist ihr Spiel nicht mehr so weit nach vorne verlagert wie noch unter Guardiola. Ancelotti lässt seine Mannschaft gerne auch mal reagieren, statt immer nur zu agieren. Permanentes Angriffspressing gibt es nicht mehr, die Roten lassen den Gegner auch mal freiwillig in ihre eigene Hälfte. Was in der Defensivarbeit erhöhte Konzentration bedeutet, öffnet den Angreifern gleichzeitig Räume. Die gegnerischen Verteidiger sind für den Spielaufbau weiter aufgerückt, mit schnellem Umschaltspiel können die Bayern bei Ballgewinnen über clevere Konter sofort für große Gefahr sorgen. Was gerade bei den Bremern die Alarmglocken schrillen lassen dürfte, für sie gab es in den vergangenen Jahren regelmäßig deftige Pleiten. Ohne ihre Top-Angreifer Claudio Pizarro und Max Kruse wird für sie auch kaum etwas zu holen sein, zu stark sind die Bayern.

Und trotzdem besitzt Ancelotti nicht die Gelassenheit, die er nach außen ausstrahlt. „Ich bin nervös, ich bin auch aufgeregt“, verriet der ehemalige Real-Coach vor seinem ersten Auftritt in der Bundesliga. In sein Team hat er aber trotzdem vollstes Vertrauen: „Ich bin überzeugt, dass wir eine großartige Saison spielen werden.“ Auf Werder hat er seine Mannschaft intensiv vorbereitet. Ab dem Anpfiff wird er dann beobachten, ob Thomas Müller, den Ancelotti übrigens eher im Zentrum als auf den Flügel sieht, und Co. seine Ideen verstanden haben. Wenn nicht, könnte ihm ein kleines Problem bevorstehen. Denn der Bayern-Trainer erklärt mit einem Lächeln, dass sein Einfluss während der Partie begrenzt ist: „Deine Arbeit als Trainer musst du vor dem Spiel erledigen. Die Spieler hören dich auf dem Platz manchmal nicht – und manchmal wollen sie dich auch nicht hören.“

In der Champions Leaguehaben die Bayern indes eine knackige, wenn auch machbare Gruppe erwischt. Hier finden Sie die Reaktionen auf die Auslosung.

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