Ex-Trainer wildert bei den Bayern

Holt van Gaal Robben zu ManU? Was der Spieler sagt

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Niederländisches Erfolgsduo: Arjen Robben und Trainer Louis van Gaal.

München - Louis van Gaal wird neuer Trainer von Manchester United - und hat sich beim Thema Neuzugänge wohl an seine Bayern-Zeit erinnert. Was Arjen Robben zu seiner Zukunft sagt:

Louis van Gaal lenkte von 2009 bis 2011 die Geschicke an der Säbener Straße. Als Trainer des FC Bayern holte das selbst ernannte "Feierbiest" 2010 das Double aus Meisterschaft und Pokal, zog zudem mit den Roten ins Champions-League-Finale ein, wo man Inter Mailand unterlag.

In der darauffolgenden Saison kriselte es zwischen van Gaal und der Vereinsführung - schließlich schied der Holländer im März 2011 im Unfrieden aus dem Verein aus. Aktuell betreut er das niederländische Nationalteam, nach der WM in Brasilien wird van Gaal neuer Trainer von Manchester United.

Van Gaal ist scharf auf Robben, Müller und Hummels

Nun droht neuer Zoff in der Beziehung zwischen van Gaal und dem FC Bayern: Wie der englische "Guardian" vermeldet, hat der 62-Jährige bei den Red Devils offenbar eine Wunschliste hinterlassen. Nach A, B und C priorisiert soll van Gaal ManU-Vize Ed Woodward seine Transferwünsche ans Herz gelegt haben. Besonders brisant: Ganz oben auf der Liste stehen mit Arjen Robben und Thomas Müller gleich zwei Bayern-Stars. Auch Dortmund-Verteidiger Mats Hummels soll es dem Niederländer angetan haben.

Nach tz-Informationen wird Robben allerdings definitiv zum Start der neuen Saison beim FC Bayern spielen. Er räumte zwar ein, dass er ein gutes Verhältnis zu van Gaal habe und sich gut mit ihm verstehe. Doch das Gesamtpaket beim Rekordmeister passe einfach, daher sei ein Wechsel kein Thema.

Das Interesse an Müller, dem van Gaal bei den Bayern zum Durchbruch vom Jugendspieler zum Leistungsträger verhalf ("Müller spielt bei mir immer") war bereits vor einigen Tagen gemeldet worden. Müller selbst hatte allerdings vergangene Woche betont, dass er noch drei Jahre bei den Bayern unter Vertrag stehe und es daher keinen Grund gebe, an seinem Verbleib in München zu zweifeln.

Das Interesse an Robben hingegen ist neu. Erst am Wochenende hatte der Flügelflitzer den FC Bayern im Pokal-Endspiel mit seinem Tor in der Verlängerung auf die Siegerstraße gebracht und sich ein Sonderlob von FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verdient: "Arjen ist die Bestia Negra für Borussia Dortmund!“

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Auch Bayern-Coach Pep Guardiola hätte sicherlich etwas gegen einen Abgang Robbens einzuwenden. „Wahrscheinlich war er der wichtigste Stürmer dieses Jahr – zusammen mit Mandzukic. Er ist ein Weltklassespieler, mit dem ich sehr zufrieden bin. Ich arbeite sehr gern mit ihm zusammen", sagte der Spanier nach dem gewonnenen Double über seine Offensivallzweckwaffe. Klar ist: Sollte Robben tatsächlich nach England ins Old Trafford wechseln, würde die Bayern-Kasse ordentlich klingeln. Erst im März hatte Robben seinen 2015 auslaufenden Vertrag beim Rekordmeister vorzeitig um zwei Jahre bis 2017 verlängert.

Darüberhinaus soll van Gaal laut Guardian auch die Transferwünsche seines Vorgängers David Moyes abgenickt haben. Der hatte bereits in der abgelaufenen Saison mehrfach Bayern-Spiele persönlich von der Tribüne aus beobachtet, um sich einen Eindruck von seinem Wunschspieler Toni Kroos zu verschaffen. (Inzwischen haben sich Toni Kroos und Manchester United offenbar auf einen Wechsel verständigt)

dh

Denis Huber

Denis Huber

E-Mail:denis.huber@merkur.de

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