Van Gaal erbost: "Das ist kein Fairplay mehr"

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Louis van Gaal vermisst den Fairplaygedanken bei Olympique Lyon und dem französischen Verband.

München - Bayern München geht vor dem Halbfinal-Duell in der Champions League mit Olympique Lyon bei der Europäischen Fußball-Union UEFA gegen den siebenmaligen französischen Meister vor.

Wettbewerbsverzerrung? Die Bayern sind sauer

Es könnte gerade alles so schön sein bei den Bayern. Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung, Champions-League-Halbfinale und DFB-Pokal-Finale erreicht. Grund genug für gelassene Stimmung. Pustekuchen! Trainer Louis van Gaal ist mächtig angefressen.

Der Grund: Olympique Lyon, Gegner im Champions-League-Halbfinale bastelt sich seinen eigenen Spielplan – und treibt ein linkes Spiel mit den Bayern! Konkret geht es um das Meisterschaftsspiel von Lyon gegen Monaco. Angesetzt war die Begegnung für den 24. April, also zwischen den Halbfinal-Partien gegen Bayern. Doch nun hat der französische Verband auf betreiben von Olympique beschlossen: Das Spiel wird verschoben! Lyon spielt erst am 12. Mai – und kann sich so ganz in Ruhe und ohne Belastung auf das Halbfnal-Rückspiel gegen die Bayern vorbereiten! Ein klarer Fall von Wettbewerbsverzerrung!

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Trainer Louis van Gaal ist deshalb ziemlich erbost. „Der französische Fußballverband denkt, dass er es mit dieser Geste für Olympique leichter macht ins Finale zu kommen. Und ich denke, dass sie damit recht haben“, sagte van Gaal exklusiv der tz. Und hofft nun auf ein Eingreifen der Uefa. „Die Uefa sollte einschreiten und dem französischen Verband verbieten, dieses Spiel zu verschieben! Denn dadurch hat Lyon einen Riesenvorteil! Die können sich sieben Tage vorbereiten, wir nur drei. Und wir haben sogar noch ein Spiel dazwischen, in dem wir um die Meisterschaft kämpfen“, so van Gaal zur tz.

„Die Uefa muss diese Dinge überwachen und reglementieren. Das ist jetzt kein Fairplay mehr! Wir spielen nicht mehr unter gleichen Bedingungen gegeneinander! Und wenn die Uefa Wettbewerbe organisiert, dann muss sie dafür sorgen, dass für alle die gleichen Bedingungen herrschen!“

Auch Abwehrboss Daniel van Buyten ist sauer: „Ich finde das unfair. Kalender ist Kalender. Wir haben in den letzten drei Wochen auch sieben Mal gespielt.“ Dass die Uefa von sich aus tätig wird, ist nicht zu erwarten – deshalb will van Gaal selbst die Initiative ergreifen: „Ich werde meinen Sportdirektor Christian Nerlinger bitten, die Uefa aufzufordern, dem französischen Verband die Spielverlegung zu untersagen und sie rückgängig zu machen.“

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Ob das funktioniert oder nicht – auch von der eigenen Liga hätte sich der Bayern-Trainer mehr Unterstützung gewünscht. „Wir wollten gegen Leverkusen einen Tag später spielen. Aber die DFL war nicht in der Lage dazu das zu machen“, sagte van Gaal. In Frankreich hingegen war die Spielverlegung offenbar kein Problem. Und Lyons Trainer Claude Puel freut sich schon: „Ich danke der Liga und Monaco. Die Verschiebung gestattet es uns, die Mannschaft besser auf das zweite Spiel vorzubereiten!“ Im Sinne des Fair-Play ist das aber nicht.

jj, mic

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