Libero ist bereit, auszuhelfen

"Super-Neuer" darf auch unter Ancelotti weiter fliegen

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Ist manchmal nicht nur direkt vor dem Tor zu finden: Manuel Neuer.

München - Unter Neu-Trainer Carlo Ancelotti wird sich das Torwartspiel von Manuel Neuer nur wenig verändern. Aber ändert sich dafür an den Plänen von Philipp Lahm noch etwas?

Manuel Neuer als Libero weit vor der Strafraumgrenze, der mit Flugeinlagen in bester Superman-Manier Hals und Kopf riskiert – dieses Bild hat die Fußballwelt in den vergangenen Jahren lieben gelernt! Kein Wunder, dass Adidas den FCB-Keeper in einem neuen Werbefilm als „Super Neuer“ darstellt.

Obwohl Neuers Vorderleute unter Carlo Ancelotti wohl nicht mehr so hoch stehen werden, wie das noch unter Pep Guardiola der Fall war, müssen die FCB-Fans auf Neuers Flugshow als Libero nicht komplett verzichten. „Grundsätzlich will der FC Bayern immer dominant spielen und viel Ballbesitz haben. Wenn es den Libero Neuer gibt, heißt es ja, dass wir häufig in der Hälfte des Gegners spielen. Wenn der Libero Neuer dann mal aushelfen muss, ist er auch bereit dafür“, beschreibt Neuer sein altes und neues Torwartspiel im FCB-Kasten.

Es sieht also ganz danach aus, dass Neuer auch in Zukunft mit Flugeinlagen außerhalb des Strafraums gegnerische Stürmer zum Verzweifeln bringt! Laut Neuer kommt es allerdings auch immer auf den Gegner an, wie hoch die letzte Defensiv-reihe der Bayern stehe. Daran würde Neuer sein Spiel dementsprechend orientieren.

Konkret über das Torwartspiel hat der 30-Jährige mit Trainer Ancelotti aber noch nicht gesprochen. Der erste Experte hierfür sei Toni Tapalovic, der sich regelmäßig mit Ancelotti darüber austausche. „Letztendlich sagt mir der Trainer, dass ich die Entscheidung treffen muss, wie wir hinten rausspielen. Er weiß, dass man nicht immer alles planen kann“, erklärt Neuer. Der Trainer überlasse den Spielern auch die Verantwortung und versuche nicht, den Torwart beispielsweise noch an der Seitenlinie zu beeinflussen.

Ancelotti über Lahms Karriereende: "Abwarten!"

Ganz anders sieht das bei Ancelotti und Philipp Lahm aus. Seinen Kapitän würde der FCB-Trainer gerne beeinflussen – und zwar in Sachen Karriereende 2018! „Abwarten! Lahm ist sehr wichtig für den FC Bayern. Nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit. Er ist ein Vorbild für alle. Je länger er Spieler bleibt, umso besser“, sagte er Sport.1. Ancelotti ging sogar noch weiter und verglich Lahm mit dessen Vorbild Paolo Maldini, den Carletto ebenfalls noch trainierte: „Maldini hat mit 39 Jahren noch einmal die Champions League gewonnen – und hatte da schon große gesundheitliche Probleme, vor allem an seinen Knien. Lahm hat das nicht, er ist fit, trainiert sehr gut, ist immer der Erste, der kommt und der Letzte, der geht. Ich bin davon überzeugt, dass er spielen kann, bis er 39 ist.“

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Das ist aber alles noch Zukunftsmusik, für den FCB zählt jetzt erst einmal der Bundesliga-Auftakt morgen gegen Werder Bremen! Manuel Neuer und seine Teamkollegen haben sich für dieses Spiel viel vorgenommen und wollen gleich ein Zeichen setzen: „Die letzte Saison zählt nicht mehr, auch nicht das Ausscheiden von Werder im Pokal gegen Lotte. Es geht von vorne los gegen Bremen. Man kriegt nichts geschenkt, muss sich alles neu erarbeiten.“ Neuer selbst kassierte in der vergangenen Saison im Schnitt nur ein halbes Tor pro Spiel – Bundesliga-Rekord. „Rekorde nehmen wir uns aber nicht vor. Die nächste deutsche Meisterschaft ist das Ziel“, kündigt der Keeper an.

Und die Sache mit der DFB-Kapitänsbinde? Die sieht Neuer gelassen. „Ich habe in den vergangenen Jahren immer meinen Input gegeben“ – auch ohne Binde. Joachim Löw sei lange genug Bundestrainer. Er habe bislang stets die richtigen Entscheidungen getroffen.

Manuel Bonke

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