Brisante Trainer-Vorwürfe

Zu dick & unprofessionell! Meinte Pep diese zwei Stars?

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Pep Guardiola (r.) im Gespräch mit Franck Ribéry im Trainingslager in Katar.

München - Es rumort gewaltig beim FC Bayern: Pep Guardiola ist angeblich sauer auf seine Stars! Die Vorwürfe: Der Trainer bemängelt bei einigen Profis mangelnde Professionalität und Übergewicht. Einem Bericht zufolge hat es Guardiola vor allem auf zwei Spieler abgesehen.

Die Nachricht, dass Bayern-Trainer Pep Guardiola seine Stars kräftig angezählt habe und das Verhältnis zwischen Team und Coach belastet sei, schlug am Donnerstag hohe Wellen. Wie ein "Maulwurf" dem "kicker" berichtete, soll Pep vor versammelter Mannschaft einige Spieler nach der Winterpause wegen ihres Übergewichts und unprofessionellen Verhaltens an den Pranger gestellt haben. Auch die "Bild"-Zeitung will inzwischen aus Spielerkreisen erfahren habe, dass es diese Vorwürfe des Trainers an einige Profis gab.

Übertreibt Vidal es mit den Ausflügen ins Nachtleben?

Doch wen meinte der Coach mit seiner Wutrede? Auch das will die "Bild" herausgefunden haben. Demnach ging der Vorwurf der Unprofessionalität an Franck Ribéry und Arturo Vidal.

Der Franzose plagt sich seit Monaten mit Verletzungen herum, offenbar unterstellte ihm Guardiola, er tue nicht alles für ein schnelles Comeback. An Vidal wiederum soll Guardiola missfallen, dass dieser sich in München gerne mal die eine oder andere Nacht um die Ohren schlägt. Der Chilene ist überliefertermaßen kein Kind von Traurigkeit. Bei seinem letzten Arbeitgeber Juventus Turin erschien er regelmäßig zu spät zum Training, ab und zu auch mit einer Alkoholfahne. Vergangenen Sommer baute er während der Copa America zudem betrunken einen Autounfall.

Ob solche Kritik, zudem in großer Runde, gut ankommt in der Mannschaft? Wohl kaum. Auch die E-Mail, die Sportvorstand Matthias Sammer über Team-Managerin Kathleen Krüger an die Spieler verschicken ließ, soll auf großes Unverständnis bei den Profis gestoßen sein. Darin wurden sie aufgefordert, den Verein drei Tage im voraus um Erlaubnis zu fragen, sollten sie München an freien Tagen verlassen wollen. Offenbar stoßen den Bossen die vielen Kurztrips der Stars negativ auf. Sie sehen darin die Vorbereitung und Konzentration auf das nächste Spiel gestört.

Klub dementiert: Die Stimmung ist gut

Und was sagt der Verein zu der "Maulwurf-Affäre"? Es sei nicht Stil und Art von Bayern München, sich Gedanken über Berichte zu machen, in dem angeblich ein Spieler, noch dazu anonym, etwas sage, hieß es vom Klub am Donnerstagmittag. Man wisse, dass die Mannschaft funktioniere. Die Stimmung  sei angesichts der bisherigen Leistungen und guten Aussichten gut, ein übergewichtiger Spieler in diesem Starensemble ohnehin nicht vorstellbar und damit nicht existent.

Und die E-Mail an die Spieler sei turnusmäßig erfolgt: Jedes Jahr um diese Zeit gebe es diese Art der Erinnerung, dass freie Tage zur Erholung genutzt werden sollten - mal auf elektronischem Wege, mal auf direktem, mündlichen.

Schlechte Stimmung ja oder nein - klar ist, dass auf Pep Guardiola ein ungemütliches letztes halbes Jahr an der Säbener Straße blüht. Um Kritik und Unruhe im Keim zu ersticken, hilft eigentlich nur eins: Erfolg.

Denis Huber

Denis Huber

E-Mail:denis.huber@merkur.de

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