Erstmals im roten Trikot

35-Millionen-Mann Sanches vor Debüt: Start der Rasta-Rakete

München - Zeit wurde es! Satte 35 Millionen Euro haben die Bayern für Renato Sanches auf das Konto von Benfica Lissabon überwiesen, bislang mussten sich die Fans des Rekordmeisters aber noch in Geduld üben.

Der Grund: Die neue Rasta-Rakete war beim 6:0-Auftakt der Roten gegen Bremen noch verletzt. Muskelfaserriss. Mittlerweile ist der 19-Jährige, der beim EM-Sieg der Portugiesen auf sich aufmerksam machte, fit. Und da Arturo Vidal nach den Länderspielreisen mit der chilenischen Nationalelf mit dem Jetlag zu kämpfen hat, deutet heute auf Schalke (20.30 Uhr, Sky) alles auf Sanches’ ersten Auftritt im FCB-Trikot hin.

Carlo Ancelotti wolle vor der Partie Rücksprache mit Vidal halten, der FCB-Trainer sagte aber: „Renato Sanches kann beginnen. Er ist bei 100 Prozent, er kann ohne Probleme spielen und ich erwarte, dass er sein Bestes zeigt.“ Wie das aussieht, zeigte die EURO. Mit gerade 19 Jahren trieb er das Spiel an der Seite von Cristiano Ronaldo an, überzeugte mit Zweikampfstärke, Präsenz sowie Offensivdrang und kürte sich mit seinem Treffer im Achtelfinale zum 1:1 gegen Polen zum jüngsten K.o.-Torschützen der EM-Geschichte.

Bleibt die Frage: Was passiert mit Joshua Kimmich? Jogi Löws Senkrechtstarter, der gegen Norwegen sein erstes Länderspieltor erzielte, droht wieder die Bank. Rechts hinten kickt Philipp Lahm, im Mittelfeld sind die Positionen mit Xabi Alonso, Thiago und Sanches besetzt – kein Platz für Kimmich. Erst mal. Auf tz-Nachfrage stellte Carletto klar, dass daraus kein Dauerzustand werden wird. Ancelotti: „Joshua hat Glück, denn er kann auf vielen verschiedenen Positionen spielen. Er wird seinen Platz und seine Zeit bekommen, ich brauche alle Spieler. Innerhalb der nächsten Spiele werde ich rotieren, denn ich möchte die Spieler nicht schon zu Beginn der Saison killen.“

Auch insgesamt liegt dem italienischen Trainer das Wohl seiner Mannschaft sehr am Herzen, weshalb die Bayern heute erst gen Gelsenkirchen aufbrechen – und nicht wie gewohnt am Vortag. „Die Spieler sind professionell. Für sie ist es besser, daheim bei ihren Familien und Kindern zu bleiben als in einem Hotel, wo sie nichts zu tun haben“, so Ancelotti, der durch die verspätete Anreise gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. „Ich will nicht, dass meine Spieler so viel Playstation spielen“, fügte der Münchner Mister mit einem Grinsen hinzu. Dabei sah es doch beim 6:0 gegen Bremen stark nach Playstation aus.

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Rubriklistenbild: © dpa

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