Youngster im tz-Interview

Schöpf: "Wie Pep das macht, das ist schon toll"

+
Bayern-Youngster Alessandro Schöpf.

Doha - Pep Guardiola sagt, er spiele so ähnlich wie Thiago. Und Matthias Sammer meint, er sei „fleißig“. Die Rede ist von Bayernjuwel Alessandro Schöpf (19). Die tz traf den Youngster zum Interview. 

Pep Guardiola sagt, er spiele so ähnlich wie Thiago. Und Matthias Sammer meint, er sei „fleißig“. Die Rede ist von Bayernjuwel Alessandro Schöpf (19), der mit den Profis der Bayern das Trainingslager in Doha mitmachen durfte. Einen Profivertrag hat der junge Edeltechniker aus Österreich bereits in der Tasche, zurzeit darf er aber erst noch bei den Amateuren ran. Der tz verrät er, warum Katar nicht die letzte Reise mit den Profis bleiben soll. Das Interview.

Herr Schöpf, zehn Tage Trainingslager mit den Profis neigen sich dem Ende zu. Wie war es für Sie?

Schöpf: Einfach super! Wir junge Spieler können hier in jeder Trainingseinheit von den Profis dazulernen, das ist für uns natürlich eine riesige Erfahrung.

Gab es einen Profi, von dem Sie besonders viel lernen konnten in Doha?

Schöpf: Es fällt mir schwer, jetzt einen einzelnen Spieler herauszupicken, Ich bin der Meinung, dass man von allen Spielern etwas lernen kann, sei es jetzt fußballerisch oder für die Persönlichkeit. Was mich schon beeindruckt hat, ist wie wir Jungen hier aufgenommen wurden, das hätte ich so nicht erwartet. Alle Spieler, ganz egal wer, waren herzlich. Und es ist jetzt auch nicht so, dass sie uns mehr oder minder nur dulden. Nein, sie kommen oft zu uns, auch während der Trainingseinheiten, reden mit uns und geben uns Tipps, wo wir uns verbessern können. Das ist für uns sehr viel wert.

Vor allem Franck Ribéry soll immer ein wachsames Auge auf die Jungen haben, oder?

Schöpf: Stimmt, ja! Auch er kommt oft zu uns, wenn wir mal einen Fehler gemacht haben, tippt uns auf die Schulter und sagt: „Auf geht’s, Junge, der nächste sitzt wieder!“ Für das Selbstvertrauen eines jungen Spielers ist es Gold wert, dass ein gestandener Spieler wie Franck Ribéry dich aufbaut und sich um einen kümmert. Und es macht einen natürlich stolz.

Worin liegt denn genau der Unterschied zwischen den Profis und den Amateuren?

Schöpf: Alles ist einfach um ein Vielfaches schneller, sei es mental oder physisch. Da musst du vom Kopf her noch mal einen oder zwei Gänge hochschalten, andernfalls geht nichts. Mich hat dieses Tempo beim ersten Mal jedenfalls sehr beeindruckt.

Und wie kommen Sie mit Pep Guardiola zurecht, hat er auch für die jungen Spieler ein offenes Ohr?

Schöpf: Immer, da macht er keinen Unterschied. Mit den gestandenen Profis spricht er auf die gleiche Art und Weise wie mit uns jungen Spielern, das fand ich toll. Jetzt weiß ich, warum er bei Barcelona so einen Erfolg hatte, in den Trainingseinheiten habe ich jetzt gemerkt, wie perfekt er alles haben und machen will. Das macht Guardiola auch in meinen Augen aus. Er zeigt jedem einzelnen Spieler, was er von ihm will und wo er sich noch verbessern kann, zum Teil ja auch mit viel Gestik – das ist schon toll.

Und wie stellen Sie sich jetzt ihre nähere Zukunft vor?

Schöpf (grinst): Bestenfalls natürlich bei den Profis. Ich gebe einfach Gas! Ob bei den Amateuren oder jetzt bei den Profis, ist völlig egal.

Pep heiß auf die Rückrunde

Interview: J. Carlos Menzel Lopez

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Bierhoff verbittet sich "Störungen von den Bayern"
Bierhoff verbittet sich "Störungen von den Bayern"
Löw bestätigt Anfragen anderer Vereine für Götze
Löw bestätigt Anfragen anderer Vereine für Götze
Rummenigge bei Bankett: "Was mich ein bisschen ärgert, ..."
Rummenigge bei Bankett: "Was mich ein bisschen ärgert, ..."

Kommentare