Trauriger Abend für den Rekordmeister

Bei Bayern gab's nur einen Gewinner

Holger Badstuber
+
Für Holger Badstuber (r.) ging's ab zum Nationalteam.

München - Das hatte sich Liga-Dominator FC Bayern ganz anders vorgestellt. Das 0:2 gegen Borussia Mönchengladbach war aber mehr als nur die ersten Heimniederlage seit fast einem Jahr. Es gab nur einen Gewinner beim Rekordmeister.

Bitter für den FC Bayern - und erst recht für Arjen Robben. Die Münchner verloren beim 0:2 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach nicht nur die Punkte, sondern auch ihren torgefährlichsten Angreifer. Zum Abschluss des 26. Spieltags hatte das Topspiel reihenweise Hauptdarsteller.

DER LEIDTRAGENDE: Arjen Robben

Schon einige Zeit war der Turbodribbler nicht mehr länger verletzt, jetzt fehlt er den Bayern wegen eines Bauchmuskelrisses zum Start in die heiße Phase. „Wir werden mehreren Wochen auf ihn verzichten müssen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Nach einem Foul von Tony Jantschke musste der niederländische Fußball-Nationalspieler schon nach 24 Minuten raus. „Wir geben keine Prognose. Es wird nicht so kurz dauern, es dauert eher länger“, erklärte Sportvorstand Matthias Sammer. „Wir müssen das auffangen und kompensieren können, obwohl Weltklasse immer schwer zu ersetzen ist.“

DER PECHVOGEL: Manuel Neuer

Auch dem weltbesten Torhüter unterläuft mal ein Missgeschick. Der Schuss von Raffael zum 0:1 wäre an einem normalen Tag für den Nationalkeeper kein Problem gewesen. „Mein Fehler war, dass ich den Ball festhalten wollte. Ich wollte den Ball nicht nach vorne abklatschen lassen“, schilderte der Keeper die Schlüsselszene des Spiels in der 30. Minute. Wieder Gladbach! Sowohl als Schalke-Schlussmann als auch als Bayern-Torwart sah der Welttorhüter wiederholt nicht gut gegen die Borussia aus. „Wir haben nicht wegen Manu verloren, sondern weil wir Probleme beim Angreifen hatten“, verteidigte Pep Guardiola den Leistungsträger.

DER DOPPELTORSCHÜTZE: Raffael

Zwei Wochen nach seinem ersten Doppelpack der Saison beim 2:2 gegen Mainz traf der Brasilianer wieder doppelt. Diesmal reichte es für den Sieg. Insgesamt schlug die Gladbacher Offensivkraft zum fünften Mal in der Bundesliga doppelt zu. „Auch ein Sieg in München gibt zwar nur drei Punkte, aber gerade weil auch unsere Konkurrenz am Wochenende gepunktet hat, tut so ein Sieg, mit dem kaum jemand gerechnet hat, unendlich gut“, meinte Sportdirektor Max Eberl.

DER BAYERN-EXPERTE: Lucien Favre

Der Gladbacher Trainer ist ein Fachmann für Siege gegen die Münchner. Schon zum vierten Mal glückte dem früheren Hertha-Coach solch ein Coup. Beim 2:0 am Sonntag legte seine perfekt organisierte Ordnung gar die Offensivideen von Startrainer Pep Guardiola lahm. „Ein super Trainer“, lobte Guardiola unlängst den Schweizer, der selbst schnell wieder auf die nächste Aufgabe fokussiert war. „Es war aber nur ein Spiel, drei Punkte, und es ist schon wieder vorbei.“

DER COMEBACK-EXPERTE: Holger Badstuber

Auch wenn er als Verlierer die Allianz Arena verließ, brach Holger Badstuber in besondere Tage auf: Die Rückkehr ins Nationalteam. „Gerade für Holger und Ilkay freut es mich“, sagte Weltmeister Mario Götze mit Blick auf die lange fehlenden Badstuber und Gündogan. „Wir freuen uns einfach auf die Nationalmannschaft.“ Badstuber selbst mochte nach der Niederlage gegen die Borussia nicht über das DFB-Team reden. Aber die Vorfreude auf die Rückkehr in die Auswahl war trotzdem groß. Badstuber hat sein 30. und bislang letztes Länderspiel vor dem ersten von zwei Kreuzbandrissen beim legendären 4:4 gegen Schweden am 16. Oktober 2012 bestritten.

dpa

auch interessant

Meistgelesen

DFB-Pokalfinale: FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und Live-Stream
DFB-Pokalfinale: FC Bayern gegen Borussia Dortmund live im TV und Live-Stream
Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Fan lässt sich Glasauge mit Bayern-Logo anfertigen
Ticker: Peps Elfer-Helden! FCB gewinnt Pokal nach Krimi
Ticker: Peps Elfer-Helden! FCB gewinnt Pokal nach Krimi
BVB-Motor stottert -ausgerechnet vor dem Pokal-Finale
BVB-Motor stottert -ausgerechnet vor dem Pokal-Finale

Kommentare