Künftiger Bayern-Trainer gibt Interview

Ancelottis Urteil über Pep: Er wird auch mal fliegen

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Pep Guardiola und Carlo Ancelotti (r.) verstehen sich gut.

München - Carlo Ancelotti hat schon fast alles erlebt in seinem Trainerleben - auch Entlassungen. Das unterscheidet ihn von Pep Guardiola. Der Italiener prophezeit seinem Vorgänger aber schwere Zeiten in England.

Carlo Ancelotti hat in seiner Karriere schon sehr viele Höhepunkte erlebt. Doch auch der Italiener kennt das Gefühl, wenn der Arbeitgeber plötzlich sagt: Sorry, Carletto, aber unser gemeinsamer Weg ist nun beendet. Doch damit ist der 56-Jährige natürlich nicht allein.

Ancelotti bei Real trotz Champions-League-Gewinn gefeuert

"Es gibt keinen Trainer, der in seiner Karriere nicht schon einmal entlassen wurde. Ferguson wurde gefeuert. Lippi wurde gefeuert. Capello, Mourinho, Benitez", zählt Ancelotti im Gespräch mit der Times auf.

Mit einem Augenzwinkern erinnert sich an seine eigenen Erfahrungen. "Bei Chelsea habe ich das Double gewonnen - und wurde entlassen. Mit Real Madrid habe ich den zehnten Champions-League-Titel gewonnen und wurde - gefeuert", blickt der Coach, der ab 1. Juli das Zepter beim FC Bayern übernehmen wird, mit einem Lächeln auf den Lippen und ohne Gram zurück.

Ancelotti: Auch Guardiola wird eines Tages zum Klub der Entlassenen gehören

Eine Ausnahme in der Riege der weltbesten Trainer gibt es allerdings."Der Einzige, der bislang nicht entlassen wurde, ist Guardiola", konstatiert Ancelotti. Allerdings liefert er dafür auch eine Erklärung und prophezeit gleichzeitig seinem Vorgänger an der Säbener Straße für die Zukunft das gleiche Schicksal.

"Er ist noch sehr jung. Er hat noch viel Zeit. Eines Tages wird er unserem Klub angehören - dem Klub der Entlassenen", so der Erfolgscoach.

Ancelotti selbst nimmt die Arbeit bei seinem neuen Brötchengeber am 11. Juli auf, also einen Tag nach dem EM-Finale. Die Planungen für seine Amtszeit beim deutschen Rekordmeister sind in vollem Gange. Mit Renato Sanches und Mats Hummels stehen bereits zwei prominente Neuzugänge fest, Ancelotti baut zudem auf eine lange Zusammenarbeit mit Torjäger Robert Lewandowski. Wie die Zukunft von Mario Götze unter Ancelotti aussehen wird, ist hingegen offen. Ein Telefonat zwischen den beiden soll ohne konkrete Zusagen auf einen Stammplatz für Götze verlaufen sein. Gut möglich also, dass der WM-Final-Torschütze den Klub in beiderseitigem Einvernehmen verlassen wird.

Oder Götze wartet noch ab und sucht seine Chance bei einem Trainer, der für seine fast väterlichen Beziehungen zu seinen Spielern bekannt ist. Sein Credo charakterisiert Ancelotti wie folgt: "Was mich glücklich macht, ist Tag für Tag mit den Spielern und dem Trainerteam zu arbeiten. Eine Beziehung zu den Spielern aufzubauen - das ist es, worauf es am Ende ankommt."

Bilder: So war's auf der Meisterfeier im Postpalast

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