Am Montag vorgestellt

Das verrät das neue Buch über Carlo Ancelotti

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Gewährt tiefe Einblicke in sein Leben: Carlo Ancelotti bringt ein neues Buch heraus.

München - Bei Carlo Ancelotti dreht sich nicht immer alles um Fußball. Das unterstreicht der Trainer des FC Bayern mit seinem neuen Buch. Darin geht es auch um seine private Seite.

Seit zwei Monaten ist Carlo Ancelotti nun Trainer des FC Bayern. Eigentlich eine kurze Zeit - auch für das schnelllebige Fußballgeschäft. Gefühlt kennt man den 57-jährigen Italiener aber schon jetzt in- und auswendig. Seitdem Carletto seinen Dienst beim deutschen Rekordmeister angetreten hat, ist viel über ihn bekannt: seine gute Beziehung zu den Spielern, seine Vorliebe für gutes Essen oder seine väterlich-ruhige Art im Umgang mit der Mannschaft. Seine gleichnamige Autobiografie stellte Ancelotti selbst gestern in der Muffathalle vor - gut gelaunt und gut gekleidet: in Hemd, Sakkohose und schwarzem Janker.

Im Buch, das im Piper-Verlag erschienen ist, gibt Ancelotti Einblicke in einen Charakterzug, den er auch vor den etwa 300 Zuschauern im gut besuchten Saal mehrfach durchblitzen ließ: seinen ausgeprägten Sinn für Humor. Ancelottis langjähriger Weggefährte beim AC Mailand, Paolo Maldini, der das Vorwort geschrieben hat, bezeichnet ihn als "sympathischen Chaot, der selbst vor dem Finale der Champions League Witze erzählte."

Maldini berichtet davon, dass sich die Leute immer höchst dramatische Ansprachen vorstellen würden, bei denen sogar Tränen fließen. "Und die Tränen fließen tatsächlich, aber vor Lachen. Manchmal konnten wir hören, was in der Kabine des Gegners vor sich ging: nämlich absolute Stille. Während bei uns Silvio Berlusconi und der Trainer Witze erzählten", so Maldini.

Ancelotti sorgt bei PK für Lacher

Zwar nicht für Tränen, aber für großes Gelächter hatte Ancelotti schon bei einer seiner ersten Pressekonferenzen an der Säbener Straße gesorgt, als er von Deutsch in die englische Sprache wechselte, "damit wir bis zum Mittagessen fertig werden, ansonsten dauert es bis zum Abendessen."

Und auch am Montag hatte er die Lacher auf seiner Seite, als Ancelotti Moderator Ronald Reng, der auf Englisch durch die Veranstaltung führte, schlagfertig bat: "Können Sie die Frage bitte auf Deutsch wiederholen? Auf Englisch habe ich sie leider nicht verstanden."

Trainer mit "erdbebensicherem Arsch"

Auch im Buch beweist Ancelotti, dass er über sich selbst lachen kann. In einem Kapitel beschreibt der Italiener die in der Branche oft sehr wacklige Trainerbank und behauptet von sich, einen "erdbebensicheren Arsch" zu haben. "Es kommt vor, dass ich mich vor den Spiegel stelle und mich als Schlangenmensch versuche. Ich drehe den Kopf so lange, bis ich meinen Allerwertesten im Blick habe. Nicht, dass der so ein umwerfender Anblick wäre…", schreibt er über sich selbst.

Selbstironisch wird Ancelotti ebenfalls, als er sich an seinen Amtsantritt 2001 als Tainer bei Milan erinnert. Damals löste er den Türken Fatih Terim ab. Der damalige Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani erklärte Ancelotti, dass er mit der Wahl Ancelottis sehr glücklich sei, weil in Milanello jetzt wieder anständiges Essen auf den Tisch komme. Daraufhin meint der Trainer im Buch: "Gallianis Wahl war also hauptsächlich aus kulinarischen Gründen auf mich gefallen. Vielleicht hatte er mich im Guide Michelin entdeckt."

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bok, so

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