Beim Test gegen Manchester City

Bayern-Stars tragen "GPS-BHs" - Das hat es damit auf sich

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Unter dem zerrissenen Trikot von Bayern-Profi Franck Ribéry blitzt der Tracking-Gurt durch.

München - Beim Test gegen Manchester City trugen die Spieler des FC Bayern München unter ihrem Trikot ein GPS-Gerät. Doch welche Daten sollen damit ermittelt werden? Wir klären auf.

Vor rund einem Jahr erfand der ehemalige Fußball-Profi und heutige TV-Experte Mehmet Scholl den Begriff "Laptop-Trainer". Damals übte der 45-Jährige harte Kritik an der Trainerausbildung in Deutschland. Doch der Laptop nimmt im Alltag eines Fußball-Lehrers inzwischen tatsächlich eine gewichtige Rolle ein, um die Leistungen jedes einzelnen Spielers genauestens analysieren und seine Aktionen auf dem Feld überwachen zu können.

Es ist mittlerweile bei den Profivereinen Usus, dass sogenannte "GPS-BHs" vor allem während der Trainingseinheiten zum Einsatz kommen. Es handelt sich dabei um Tracking-Gurte, die mit einem GPS-Gerät ausgestattet sind. Die Spieler tragen diese Gurte unter dem Trikot. Dadurch können individuelle Daten bezüglich Laufleistung, Sprintgeschwindigkeiten und Positionen auf dem Feld ermittelt und später visualisiert werden. Für das Trainerteam ist es so einfacher, an den Schwachstellen eines Spielers zu arbeiten.

Das Tragen solcher Tracking-Gurte ist nur bei Freundschafts- bzw. Testspielen erlaubt. Auf diese Möglichkeit griff Bayern-Trainer Carlo Ancelotti am Mittwochabend zurück, als der deutsche Rekordmeister in der Allianz Arena auf Manchester City (1:0) traf. Als das Leiberl von Franck Ribéry während der ersten Halbzeit riss, war das GPS-Gerät deutlich sichtbar. Welche genauen Erkenntnisse der 57-jährige Ancelotti jedoch durch den Einsatz der Datentracking-Systeme gewonnen hat, bleibt sein Geheimnis.

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sk

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