Konkurrenzkampf

Diese Spieler dürfen sich bei Pep noch sicher fühlen

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Bayern-Trainer Pep Guardiola hat im Konkurrenzkampf die Qual der Wahl.

München - Philipp Lahm zurück, Thiago auf dem Sprung: Trainer Pep Guardiola muss den immer schärferen Konkurrenzkampf beim FC Bayern München moderieren. Diese Spieler dürfen sich bei Pep noch sicher fühlen.

Die Stimmung war ausgelassen beim Training des FC Bayern am vergangenen Montag. „Unser Kapitän hat heute wieder mit uns trainiert“, vermeldete Außenverteidiger Rafinha via Twitter, dazu gab es ein Foto aus der Kabine, das Rückkehrer Philipp Lahm zeigte, umringt von fröhlichen Teamkollegen. Dass mit Lahm und Thiago, der ebenfalls vor dem Einstieg ins Teamtraining steht, der Konkurrenzkampf im Münchner Luxuskader an Schärfe zunimmt, ficht die Profis nicht an. Angeblich.

„Jeder weiß: Wenn Philipp fit ist, spielt er“, sagte Rafinha nach der ersten Einheit mit Lahm seit jenem 18. November 2014, als der Spielführer im Training einen Bruch des Sprunggelenks erlitt. Dass er selbst das erste „Opfer“ sein könnte, sollte Lahm als Rechtsverteidiger ran müssen, spielte Rafinha herunter. „Das ist nicht wichtig, es geht nicht um Einzelne.“ Doch so selbstlos geben sich nicht alle Stars - schon gar nicht, wenn mal kein Reporter dabei ist.

Lahm selbst weiß das. „Da besteht sicher eine Gefahr“, sagte er deshalb im Fachmagazin kicker, es werde „Härtefälle“ geben. Vor allem im Mittelfeld wird es jetzt eng - dort, wo Lahm „am liebsten“ spielt, wie er betonte. Das könnte Rafinha erleichtern, bei anderen Spielern aber für Unmut sorgen, zumal Trainer Pep Guardiola den Weltmeister tatsächlich im Zentrum einplant. Lahm ließ schon mal wissen, dass er sich nicht vorstellen kann, mit Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso ein Trio zu bilden. Mindestens einer muss also weichen, wenn Lahm spätestens am 4. April im Prestigeduell bei Borussia Dortmund wieder spielen wird.

Guardiola kommt dann die schwere Aufgabe zu, die Eitelkeiten zu moderieren. Das sei „nichts Neues“, wiegelte der Spanier kürzlich ab, er sei Situationen wie diese gewohnt, „ich arbeite schon lange bei einem großen Klub“. Seit Sommer 2013 beim FC Bayern, von 2008 bis 2012 beim FC Barcelona. Bei beiden Vereinen hat der 44-Jährige bewiesen, dass er im Zweifel eiskalt handelt. Bei Barca servierte er Stars wie Zlatan Ibrahimovic, Ronaldinho oder Deco ab, bei den Bayern traf es nach seinem ersten Jahr Stürmer Mario Mandzukic. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass sich Dante im Sommer einen neuen Klub suchen muss - trotz laufenden Vertrages.

Die Auswechslung des Brasilianers nach nur 32 Minuten am vergangenen Wochenende bei Hannover 96 (3:1) kam einer Demontage gleich. Guardiola würdigte den Verteidiger keines Blickes. Nach dem Spiel betonte er zwar, Dante verhalte sich „überragend, unglaublich“. Doch die Profis wissen, was derartige Äußerungen wert sind. Über Mandzukic sagte Guardiola einst, er „liebe“ ihn - die „Scheidung“ folgte wenige Monate später, inklusive „Rosenkrieg“.

Sicher fühlen dürfen sich nur Guardiolas Lieblinge Manuel Neuer, Lahm, David Alaba und Thiago, der spätestens Mitte April wieder ran soll. „Dass mal einer sauer ist, gehört dazu“, meinte Lahm. Nur: Wer seinem Ärger Luft macht - siehe Ibrahimovic, Mandzukic und Co. - ist ganz schnell weg.

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sid

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