Fokus jetzt komplett auf dem Rekordmeister

„Ikone mit Skalpell“: Bayern-Doc unterschreibt neuen Vertrag

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Sieht seine Zukunft beim FC Bayern: Dr. Ernst-Otto Münch bleibt den Roten treu.

München -  Seit vergangenem Jahr zählt Dr. Ernst-Otto Münch zum Team des FC Bayern. Künftig legt der bisherige Teamarzt des DSV seinen Fokus komplett auf den Rekordmeister.

Im Ski-Weltcup gilt er als eine Art Ikone mit Skalpell. Kein anderer Sportmediziner hat so viele Stars operiert wie Dr. Ernst-Otto Münch - von Katja Seizinger über Maria Höfl-Riesch bis Felix Neureuther. Über drei Jahrzehnte stand er als DSV-Teamarzt an der Piste, und wenn es gerade mal nicht schneite, dann flickte er Promis wie Helmut Kohl, Theo Waigel, Iris Berben, Elmar Wepper oder Jürgen Prochnow die lädierten Knie wieder zusammen. Nun hängt „Burschi“ Münch seine Brettl an den Nagel - um sich voll auf seinen neuesten Job zu konzentrieren: als medizinischer Berater des FC Bayern.

Auf tz-Anfrage bestätigte der 66-Jährige, dass er seinen Vertrag an der Säbener Straße um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der Rekordmeister hatte Münch im vergangenen Jahr verpflichtet, nachdem der langjährige Mannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt im Streit mit dem damaligen Trainer Pep Guardiola zurückgetreten war.

Münch ist beim FC Bayern der „medical adviser“

Seitdem setzt der FCB bei seiner medizinischen Abteilung auf eine Teamlösung - mit Dr. Münch als „medical adviser“ - so die neudeutsche Bezeichnung, die man als eine Art Behandlungskoordinator übersetzen kann. Münch soll im Hintergrund auf sein großes Netzwerk an Spezialisten für verschiedene Verletzungen zurückgreifen, das er unter anderem als Mitbegründer der OCM-Gemeinschaftspraxis in Sendling geknüpft hat.

Bei den Spielen und während des Trainings wird die Mannschaft weiterhin von Dr. Volker Braun betreut, als Internist steht Prof. Dr. Roland Schmidt vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder parat, und für die zweite Mannschaft ist der Orthopäde Jan-Philipp Müller verantwortlich. „Wir harmonieren gut“, erzählt Münch der tz. „Auch das Verhältnis zur Mannschaft und zum Trainerteam um Carlo Ancelotti ist absolut entspannt.“

Seinen Nachfolger im Ski-Weltcup hat Münch selbst aufgebaut: Neuer leitender Mannschaftsarzt bei den Alpinen ist Dr. Manuel Köhne, der wie Münch im OCM praktiziert. Allerdings wird auch Münch als Berater im Hintergrund zur Verfügung stehen - und vor allem als Operateur. Denn auf seine Erfahrung aus weit über 25.000 Eingriffen insbesondere am Knie will der DSV nicht verzichten. Münch, der im Rheinland geboren ist, hatte seine Karriere unter anderem als Hospitant bei US-Knie-Guru Richard Steadman begonnen.

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Andreas Beez

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